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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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Frankreich eröffnet ein Institut Pasteur in Shanghai

Der französische Staatspräsident Jacques Chirac hat während seines fünftägigen Staatsbesuchs in China in Shanghai ein Institut Pasteur eröffnet. Das neue Institut, das ein Gemeinschaftsprojekt der chinesischen Akademie der Wissenschaft, der Stadtverwaltung von Shanghai und de...

Der französische Staatspräsident Jacques Chirac hat während seines fünftägigen Staatsbesuchs in China in Shanghai ein Institut Pasteur eröffnet. Das neue Institut, das ein Gemeinschaftsprojekt der chinesischen Akademie der Wissenschaft, der Stadtverwaltung von Shanghai und dem Institut Pasteur in Paris ist, wird Forschungen über endemische und aufkommende Krankheiten durchführen. Ferner wird es sich, so Staatspräsident Chirac, mit den Bestandteilen der traditionellen chinesischen Therapiemittel befassen. Das Institut Pasteur in Paris erklärte in einer Stellungnahme, dass sich seine Mission "auf die Erfahrungen des Institut Pasteur auf den Gebieten biomedizinische Forschung, Volksgesundheit und Ausbildung im Bereich der Infektionskrankheiten, insbesondere der Virologie, Immunologie, Epidemiologie und Vakzinologie, stützen wird". Der Schwerpunkt liegt auf der Grundlagenforschung und angewandten Forschung über Infektionskrankheiten und insbesondere auf der Bekämpfung aufkommender Virusinfektionen wie SARS und Vogelgrippe, aber auch auf dem Kampf gegen HIV/AIDS, Hepatitis, Enzephalitis und hämorrhagische Fieber. Das Institut könnte sich laut der Erklärung des Institut Pasteur auch mit "dem Bau biologischer Forschungszentren befassen". "Ich zweifle nicht daran, dass diese Partnerschaft zwischen zwei weltweit renommierten Institutionen in jeder Hinsicht beispielhaft sein wird und dass die Institute in der Lage sein werden, ihre zahlreichen Talente zu vereinen, um diese Krankheiten zu stoppen und auszumerzen", erklärte Präsident Chirac bei der Eröffnungszeremonie. Das neue Institut Pasteur in Shanghai wird in den nächsten drei Jahren 160 Forscher aufnehmen, letztendlich werden es 400 Forscher sein. Der französische Professor und Virenspezialist Vincent Deubel wird das Institut leiten. Zum ersten Mal wird also eine chinesische wissenschaftliche Einrichtung von einem Ausländer geleitet werden. Ihm zur Seite steht der chinesische Co-Direktor Professor Zang Jingwu, ein Immunologe und Spezialist für Multiple Sklerose. Finanziert wird das Institut durch die chinesischen Behörden und die Stadt Shanghai, ferner durch Mittel von französischen Privatunternehmen wie LVMH und Areva. Während seines Besuchs in Shanghai hat Staatspräsident Chirac auch eine Rede an der angesehenen Universität Tongji gehalten. Dort sprach er vor mehr als 400 chinesischen Studenten und erklärte, dass Frankreich nicht nur ein Land der Kultur und der Künste ist, sondern auch "ein Land an der Spitze des Wissens und der Technologie im High-Tech-Sektor". Er lud die besten chinesischen Studenten nach Frankreich zum Studium ein. "Frankreich stellt jährlich 7.000 bis 8.000 Visa für chinesische Studenten aus. Das ist nicht genug", erklärte Chirac. "Frankreich möchte eine größere Anzahl von Ihnen in seinen "Grandes Ecoles" und Universitäten begrüßen", meinte er und fügte hinzu, dass eine "ehrgeizige Stipendienpolitik" sowie ein Service-Zentrum für chinesische Studenten eingerichtet werden wird. "Dank seiner Kreativität, seiner Innovationsfähigkeit und seiner industriellen Zuverlässigkeit ist Frankreich ein natürlicher Partner für China", so der französische Staatspräsident weiter. "Französische Unternehmen sind an allen wichtigen High-Tech-Bereichen in China beteiligt, und dies schafft für unser beider Länder ein großes Feld für Kooperation." Dann erinnerte Chirac seine Zuhörerschaft daran, dass Franreich auch an der Spitze der größten europäischen Technologieprojekte steht, darunter die Ariane-Rakete, der Airbus und die Hochgeschwindigkeitszüge sowie das ITER-Energieprojekt zur Kernfusion. Auf seinem Staatsbesuch in China hat Staatspräsident Chirac auch Wissenschafts- und Technologievereinbarungen auf den Gebieten Umweltschutz, Entwicklung und friedliche Nutzung von Atomenergie, Gesundheitsforschung und medizinische Forschung sowie Erforschung und friedliche Nutzung des Weltraums unterzeichnet.

Länder

China, Frankreich

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