Niederländische Ministerin fordert Aufnahme der Speicherung von Forschungsdaten ins RP7
Die niederländische Ministerin für Bildung, Kultur und Wissenschaft, Maria van der Hoeven, hat neue Anstrengungen zur Sicherung des digitalen Speicherns der wissenschaftlichen Forschung gefordert. Dies gleiche derzeit laut ihren Worten Treibsand. Sie schlug vor, dass diesem Konzept auf europäischer Ebene mehr Beachtung geschenkt und es als Priorität in das Siebte Rahmenprogramm (RP7) eingeführt wird. Ministerin van der Hoeven sprach auf einer Konferenz zu dem Thema des langfristigen Zugangs zu digital gespeicherten wissenschaftlichen Veröffentlichungen, die am 1. November in Den Haag in den Niederlanden stattfand. Die Kombination aus mehr wissenschaftlichen Veröffentlichungen und dem Wachsen der Informationsgesellschaft bedeutet laut der Ministerin, dass es heute schwieriger als je zuvor ist, sich im Dschungel der aufgezeichneten wissenschaftlichen Erkenntnisse zurecht zu finden. Und da sich die Informationsgesellschaft ständig weiter entwickelt, gibt es ihrer Ansicht nach keine Garantie dafür, dass all diese Informationen in der Zukunft zugänglich sind. "Man kann ohne Übertreibung sagen, dass das gegenwärtige Umfeld für das digitale Speichern von wissenschaftlichen Veröffentlichungen an Treibsand erinnert", erklärte sie. "Forschungsergebnisse werden bei weitem nicht immer in zukunftssicheren Informationssystemen gespeichert. Die Basis unserer wissenschaftlichen Erkenntnisse läuft Gefahr, auf dem digitalen Dachboden zu landen." Laut der Ministerin liegt die Lösung in einer engeren Zusammenarbeit sowohl zwischen allen interessierten Parteien (Wissenschaftler, Herausgeber, Branche der Informationstechnologie und Bibliotheken) als auch auf internationaler Ebene. Die Niederlande haben bereits begonnen, sich mit der Frage zu beschäftigen, und haben e-Depot entwickelt. Die Niederländische Nationalbibliothek hat diese Initiative in Zusammenarbeit mit IBM gestartet. Es handelt sich um eine Art Speicher- und Zugriffsystem, das sich automatisch an neue technologische Entwicklungen anpasst. Beim Austausch von Computerprogrammen, Hardware und Software aktualisiert es sich selbst. Die Bibliothek hat bereits Vereinbarungen mit fünf internationalen Herausgebern geschlossen, andere haben großes Interesse bekundet. Ministerin van der Hoeven sagte, die Nationalbibliothek "macht einen wichtigen strategischen Schritt im Namen des internationalen Forschungssystems." Doch dies allein, so betonte sie, wird nicht ausreichen. "Das e-Depot sollte integraler Bestandteil einer europäischen Forschungsinfrastruktur sein", meinte sie, um den langfristigen Erhalt des wissenschaftlichen Erbes von Europa sicher zu stellen. Aus diesem Grund spricht sich die Ministerin dafür aus, dieses Thema bei der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament und dem RP7 weiter oben auf die europäische Tagesordnung zu setzen. Sie erklärte: "Ich denke, es wäre gut, wenn wir auf dem Weg zum Siebten Rahmenprogramm nicht nur Platz für vertraute Konzepte wie 'Raum und 'Sicherheit fänden, sondern auch für den 'Speicher von Morgen nicht nur ein Speicher für unser kulturelles, sondern auch für unser wissenschaftliches Erbe."
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