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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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Gemeinsames Gipfeltreffen versprach die Besiegelung der strategischen Partnerschaft zwischen der EU und Indien im nächsten Jahr

Am 8. November wurden die Beziehungen zwischen der EU und Indien von einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit auf die Ebene einer strategischen politischen Partnerschaft gehoben, auf der es auch zu einer Intensivierung der wissenschaftlichen und technologischen Zusammenarbeit zwi...

Am 8. November wurden die Beziehungen zwischen der EU und Indien von einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit auf die Ebene einer strategischen politischen Partnerschaft gehoben, auf der es auch zu einer Intensivierung der wissenschaftlichen und technologischen Zusammenarbeit zwischen den beiden Seiten kommen soll. Die Teilnehmer an dem Gipfel vereinbarten, unmittelbar mit der Ausarbeitung eines Aktionsplans und einer gemeinsamen politischen Erklärung zu beginnen, die am nächsten gemeinsamen Gipfel verabschiedet werden sollen. Zu den Zusagen, die auf dem fünften Gipfeltreffen zwischen der EU und Indien in Den Haag, Niederlande, gemacht wurden, gehört die Intensivierung des Austauschs von Studenten und Forschern zwischen der EU und Indien, die Veranstaltung gemeinsamer Workshops zu Kraftfahrzeugtechnik, Genomik, Lebenswissenschaften und Nanotechnologie, die Einrichtung eines Umweltforums der EU und Indiens für den Austausch von Informationen über Know-how, Technologien und Forschung sowie die Bildung eines Energiegremiums für die Koordinierung der gemeinsamen Bemühungen. Der vermehrte Austausch von Studenten wird im Rahmen des Programms Erasmus Mundus erfolgen. Indien wird das erste Nicht-EU-Land sein, dessen Studenten im Rahmen des Programms eine Hochschulausbildung in der EU machen können. Sowohl Indien als auch die EU fördern die Einrichtung von Lehrstühlen in bestimmten Universitäten der EU und in Indien. Die Zusammenarbeit in der Forschung über wichtige Krankheiten, darunter HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria, wurde ebenfalls zugesagt. In den Schlussbemerkungen heißt es: "Wir unterstreichen die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit zwischen unseren Forschungsinstitutionen, den Biotechnologiesektoren und den Regierungen für die Erforschung und Entwicklung präventiver und therapeutischer Behandlungen." Beide Parteien haben sich auch zur Ermittlung eines für beide Seiten annehmbaren Mechanismus zur Verbindung der Informationsnetze Indiens und der EU verpflichtet, um bessere Kontakte in Forschung und Entwicklung zu fördern. Eine Wissenschafts- und Technologievereinbarung zwischen der EU und Indien wurde bereits unterzeichnet, und die erste Sitzung des Lenkungsausschusses fand zu Beginn 2004 statt. Ferner steht ein Vereinbarungsentwurf zu Galileo, dem europäischen Satellitennavigationssystem, zur Diskussion. In den Schlussfolgerungen heißt es: "Angesichts der Tatsache, dass Indien erwiesene Fähigkeiten bezüglich Weltraumsatelliten und Navigation hat, wird die Vereinbarung einen wichtigen positiven Impuls für die industrielle Zusammenarbeit zwischen Indien und der EU in vielen High-Tech-Bereichen bringen." Die EU ist der Ansicht, dass sie auch sehr von einer Zusammenarbeit im Weltraumbereich profitieren kann. Anlässlich des Gipfels bekundete sie ihr Interesse an Indiens unbemannter Monderkundungsmission Chandrayaan-1. Beide Seiten erklärten auch ihre Befürwortung einer Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) und der Indian Space Research Organisation (ISRO). Indien hat Interesse an einer Beteiligung an ITER, dem Internationalen thermonuklearen Experimental-Reaktor, zum Ausdruck gebracht. Kommissionspräsident Romano Prodi erklärte nach dem Gipfel, dass etwaige technische Probleme der Kompatibilität und der Standards gelöst werden müssen, bevor sich Indien an ITER beteiligen kann.

Länder

Indien

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