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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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ITER-Gespräche ergebnislos beendet

Die jüngste Sitzung einer Reihe von Gesprächen, durch die ein Kompromiss bezüglich des Standorts des ITER (Internationaler thermonuklearer Experimental-Reaktor) gefunden werden soll, ist am 9. November zu Ende gegangen, ohne dass eine Einigung erzielt wurde. Der Fusionsreakto...

Die jüngste Sitzung einer Reihe von Gesprächen, durch die ein Kompromiss bezüglich des Standorts des ITER (Internationaler thermonuklearer Experimental-Reaktor) gefunden werden soll, ist am 9. November zu Ende gegangen, ohne dass eine Einigung erzielt wurde. Der Fusionsreaktor soll nach der internationalen Weltraumstation das zweitgrößte internationale Forschungsprojekt werden, aber der Bau des Reaktors wurde um etwa ein Jahr verschoben. Verursacht wurde dies durch Uneinigkeit unter den sechs Projektpartnern über den Standort des ITER, nämlich Japan oder Frankreich. In einer "gemeinsamen Mitteilung" nach den Gesprächen in Wien heißt es: "Die beiden potenziellen Standort-Parteien EU und Japan legten die Ergebnisse der jüngsten bilateralen Gespräche über die Ausgewogenheit zwischen den Aufgaben und Zuständigkeiten der Gastländer und Nichtgastländer beim gemeinsamen Bau des ITER im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit zwischen sechs Parteien dar. Diese Gespräche werden in naher Zukunft mit dem Ziel einer Abstimmung der Ansichten beider Parteien fortgesetzt." Laut der Stellungnahme herrschte bei dem Treffen ein positives Klima, und alle Parteien sind zuversichtlich, dass die Gespräche nun "effizient zu einem erfolgreichen Abschluss zwischen den sechs Parteien in der nahen Zukunft kommen". Es wurde spekuliert, dass sich die EU von den Partnern distanzieren, die einen EU-Standort des Reaktors nicht unterstützen, und mit anderen interessierten Ländern einen Alleingang unternehmen könnte. Dazu wurden jedoch keine offiziellen Stellungnahmen abgegeben. Wahrscheinlich wird diese Frage am 25. und 26. November im EU-Rat für Wettbewerbsfähigkeit erörtert. Aufgabe des ITER wäre der Nachweis der wissenschaftlichen und technologischen Machbarkeit einer Nutzung der Fusionsenergie zu friedlichen Zwecken. Zu diesem Zweck würde ITER moderate Energievervielfachung nachweisen, wesentliche Fusionsenergietechnologien in einem System zeigen, das die entsprechende Physik und Technologie umfasst, und die wichtigsten Elemente testen, die zur Nutzung der Fusionsenergie als praktische Energiequelle notwendig sind.

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