Slowenien gibt Empfehlungen für Lissabon ab
Die slowenische Regierung hat dargelegt, welche Maßnahmen ihrer Ansicht nach von zentraler Bedeutung sind, um das Ziel von Lissabon, Europa bis 2010 zur weltweit wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaft zu machen, zu erreichen. Die Regierung betonte zudem die positive Rolle, die die neuen EU-Mitgliedstaaten im Hinblick auf Lissabon spielen können. Damit die Lissabon-Strategie erfolgreich sein kann, müssen die entsprechenden Akteure nach slowenischer Ansicht: - Prioritäten klar definieren und sich auf Angelegenheiten von zentraler Bedeutung für die Entwicklung der EU konzentrieren sowie dementsprechende klare Ziele festlegen; - die Verwaltung der Lissabon-Strategie verbessern, ein stärkeres Engagement vonseiten aller Mitgliedstaaten für die Umsetzung der zum Erreichen der Ziele notwendigen Maßnahmen fördern und das Engagement für ein geeignetes Budget in Form von finanziellen Perspektiven fördern; - die Umsetzung des Lissabon-Prozesses effektiver überwachen und den Einsatz der "offenen Koordinierungsmethode" weiterführen, die laut slowenischer Regierung "die beste Lösung für eine effizientere Koordinierung auf transnationaler Ebene darstellt"; - wichtige Reformen identifizieren, die für das Erreichen der Lissabon-Ziele ausschlaggebend sind. Nach Aussage der Regierung müssen grundlegende Reformen eingeführt werden, um Investitionen in eine verbesserte Produktivität zu fördern, die Investitionen in Forschung, Entwicklung und Bildung zu erhöhen und die Ausgaben für die Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur zu steigern. Slowenien betont, dass sowohl die alten als auch die neuen EU-Mitgliedstaaten sich Lissabon verpflichtet fühlen müssen, wenn die Ziele bis 2010 erreicht werden sollen. Obgleich die neuen Mitgliedstaaten anfänglich aufgrund der langsameren wirtschaftlichen Entwicklung Schwierigkeiten haben könnten, "können diese Länder mit einem geeigneten Maßnahmenpaket eine potentielle Region für schnelles Wachstum in Europa darstellen", so der Text einer Stellungnahme. "Die Umsetzung der Strategie von Lissabon kann daher mit sorgfältig ausgewählten Maßnahmen die wirtschaftliche Konvergenz und Kohäsion zwischen den alten und neuen Mitgliedstaaten beschleunigen", schließt die Regierung.
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