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Weltbank nutzt Wissenschaft und Technologie für die internationale Entwicklung

Die Weltbank hat ihre Absicht signalisiert, die wissenschaftlichen und technologischen Fähigkeiten der ärmsten Länder anzukurbeln, um deren wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. In den kommenden 12 bis 18 Monaten will die Weltbank etwa ein Dutzend wissenschaftsbasierte Pro...

Die Weltbank hat ihre Absicht signalisiert, die wissenschaftlichen und technologischen Fähigkeiten der ärmsten Länder anzukurbeln, um deren wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. In den kommenden 12 bis 18 Monaten will die Weltbank etwa ein Dutzend wissenschaftsbasierte Projekte ermitteln, die sich in manchen Teilen der Welt bereits als wirksam erwiesen haben, und ihren Erfolg in anderen Entwicklungsländern, vor allem Ländern in Afrika, die sich ähnlichen Herausforderungen gegenüber sehen, wiederholen, heißt es in einem Bericht von SciDev.Net. Al Watkins, Koordinator für Wissenschaft und Technologie bei der Weltbank, erklärte: "Unser grundlegendes Ziel ist, den Ländern dabei zu helfen, ihr nationales Innovationssystem in weitesten Sinne des Wortes zu entwickeln." Finanzielle Mittel für die Projekte werden von den Geberländern der Weltbank entweder durch die Einrichtung eines speziellen Trustfonds für Wissenschaft und Technologie oder durch eine Förderung der Initiativen im Rahmen der nächsten Runde der Darlehen für Internationale Entwicklungshilfe (IDA) bereitgestellt. Neben dem Angehen besonderer Herausforderungen, beispielsweise im Bereich der Forschung für die Landwirtschaft, ist es das grundlegende Ziel des Projektes, die Forschungskapazitäten der Entwicklungsländer zu verbessern, die Kontakte zwischen Universitäten, Forschungsinstituten und Industrie zu festigen und die Entwicklung der industriellen Technologie zu fördern. Watkins erläuterte: "Leider werden diese Themen von der Weltbank zu häufig aufgrund der fälschlichen Annahme vernachlässigt, sie stünden nicht in einem direkten Zusammenhang mit dem Kernauftrag der Linderung der Armut und dem Erreichen der Entwicklungsziele des Jahrtausends." Die Initiativen der Weltbank zur Förderung von Wissenschaft und Technologie wurden in den 80er und 90er Jahren heruntergeschraubt, als sich die Weltbank stärker auf die Förderung wirtschaftlicher Reformen konzentrierte. Demzufolge mangelte es den späteren Bemühungen zur Förderung von Wissenschaft und Technologie an Kohärenz und Fokussierung. Doch diese jüngste Initiative genießt die Unterstützung des Präsidenten der Weltbank, James Wolfensohn, der wünscht, dass mehr Initiativen der Bank durch die, wie er sagt, "Linse der Wissenschaft und Technologie" betrachtet werden. "Es gibt zahlreiche Evidenzen dafür, dass Wissenschaft und Technologie in vielen Bereichen einen einzigartigen Beitrag [zur Entwicklung] leisten können, sofern wir uns kohärenter auf sie konzentrieren und nicht nur episodisch auf gewissen Stimuli reagieren, wie wir dies heute tendenziell tun", meinte er. Als ein Beispiel für die Übertragung des Erfolgs wissenschaftlicher Projekte von einer Region zu einer anderen verwies Wolfensohn auf Forschungen, die von Institutionen durchgeführt werden, welche der CGIAR (consultative group for international agricultural research, etwa: Beratende Gruppe für internationale Landwirtschaftsforschung) angeschlossen sind, die für eine beträchtliche Steigerung der Nahrungsmittelproduktivität in Asien zuständig war. Wolfensohn erklärte: "Nimmt man die CGIAR-Erfolge in Asien und sorgt dafür, dass wir sie in Afrika wiederholen, so scheint dies ein Geschäft ohne Risiko. Für mich sieht es nämlich so aus, als gäbe es eine Vielzahl von raschen Vorteilen, ohne dass eine lange theoretische Abhandlung über die Anwendung von Wissenschaft und Technologie auf die Entwicklung geschrieben werden müsste." Zum Abschluss hob Watkins das Beispiel Südkoreas hervor: "Südkorea begann zu einer Zeit in Investition zu investieren, als das Land nicht etwa reich war, sondern als ein es armes Land war, das versuchte, reich zu werden. Das ist die wichtigste Botschaft. Wissenschaft und Technologie sind für arme Länder kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit."