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Kommission ist der Ansicht, dass der Rückgang der EU-Förderung für Umweltforschung überdacht werden muss

In einer Mitteilung der Europäischen Kommission wird ein Überdenken der "stetig abnehmenden Beachtung der Umwelt- und Energieforschung" gefordert. Der Bericht über die Umweltpolitik 2004 zeigt Höhepunkte aus dem vergangenen Jahr auf und weist auf die Bereiche hin, in denen w...

In einer Mitteilung der Europäischen Kommission wird ein Überdenken der "stetig abnehmenden Beachtung der Umwelt- und Energieforschung" gefordert. Der Bericht über die Umweltpolitik 2004 zeigt Höhepunkte aus dem vergangenen Jahr auf und weist auf die Bereiche hin, in denen weiteres Handeln gefordert ist. In dem Papier heißt es: " Grundlagen der Umweltpolitik sind in immer stärkerem Maße bessere Kenntnisse und Wissenschaft. Große Wissenslücken und Unsicherheiten bleiben jedoch bestehen und verlangen eine Fortsetzung der Anstrengungen für den Ausbau unserer Kenntnisse. Sowohl in den Mitgliedstaaten als auch in der EU insgesamt müssen zu diesem Zweck intensive Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen unternommen werden." Die Mitteilung unterstreicht den Beitrag, den die Umwelt und insbesondere die Öko-Innovation zur Lissabon-Strategie leisten können. Die Chancen für Innovation wohnen den EU-Prioritäten für die Verbesserung von Energieeffizienz und Ressourcennutzung und für das Erreichen der Ziele im Bereich Klimaveränderung inne. Öko-effiziente Innovationen können laut der Kommission in allen Wirtschaftsbereichen durch die vollständige Implementierung des Aktionsplans zur Förderung der Umwelttechnologien (ETAP) gefördert werden. Bei ETAP handelt es sich um einen ehrgeizeigen Plan zur Förderung von Umwelttechnologien in der EU und auf internationaler Ebene. Damit soll das Potenzial der Umwelttechnologien ausgeschöpft werden, um Umwelt und Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und somit zu Wachstum und zur Schaffung von Arbeitsplätzen beizutragen. Der von der GD Forschung und Umwelt der Kommission verfasste Plan führt eine Reihe von Maßnamen auf, die die Kommission ergreifen wird, und einige, die für andere Akteure wie Industrie sowie die nationalen Regierung und regionalen Behörden gedacht sind, um den Plan zum Erfolg zu führen. Die neue Mitteilung fordert die EU-Mitgliedsstaaten auf, Pläne für die Umsetzung des ETAP auszuarbeiten. Der EU-Umweltkommissar Stavros Dimas erklärt: "Europa muss mehr in innovative Wege zum Schutz der Umwelt investieren und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der EU steigern. Umwelttechnologien können einen wichtigen Beitrag zum Erreichen dieser Ziele und somit des Ziels von Lissabon leisten. ETAP hat begonnen, die Dinge in die richtige Richtung zu bewegen, aber wir brauchen eine erneute und entschlossene Anstrengung seitens der Mitgliedsstaaten und der EU-Organe, wenn wir entscheidende Ergebnisse erzielen wollen." In dem Papier wird auch davon gesprochen, wie wichtig es ist, mit Europas größten Konkurrenten in den USA und in Japan sowie China Schritt zu halten. Die globale Nachfrage nach Öko-Innovationen wächst in dem Maße, wie Länder mit sich rasch weiter entwickelnden Wirtschaften, beispielsweise China, erkennen, dass ihr Wachstum bald an ökologische Grenzen stoßen könnte. Um mit den Konkurrenten Schritt zu halten, muss die EU die Forschung auf diesem Gebiet und "riskante" Demonstrationstätigkeiten öffentlich unterstützen. Die Mitteilung legt die drei großen Ziele für 2005 dar: 1) Intensivierung der Maßnahmen zur Einhaltung der Kyoto-Verpflichtungen, 2) Anstoßen der internationalen Diskussion über globale Maßnahmen zur Emissionsverringerung nach 2012 und 3) Vorbereitungen für die Anpassung an unausweichliche Klimaänderungen.