Frankreich und Großbritannien unter den ersten Unterzeichnern eines internationalen Kernforschungsabkommens
Großbritannien und Frankreich zählen zu den Ländern, die das weltweit erste internationale Abkommen über eine Forschungs- und Entwicklungskooperation im Bereich hochentwickelter Kernenergiesysteme unterzeichnet haben. Bei einer feierlichen Veranstaltung in der französischen Botschaft in Washington am 28. Februar unterzeichneten fünf Mitglieder des Generation IV International Forum (GIF) - Frankreich, Großbritannien, Kanada, Japan und die USA - ein 'Rahmenabkommen über die internationale Zusammenarbeit in der Forschung und Entwicklung im Bereich von Kernenergiesystemen der 4. Generation'. Weitere GIF-Mitglieder, zu denen auch das EU-Programm EURATOM zählt, werden dem Abkommen voraussichtlich in den kommenden Monaten beitreten. Die Unterzeichnung des Abkommens ist das Ergebnis einer im Januar 2000 ins Leben gerufenen Initiative, als führende Vertreter aus dem Bereich der Kerntechnologie aus aller Welt zusammenkamen, um über gemeinsame Interessenbereiche in der Kerntechnologie sowie die Aussichten auf eine zukünftige Zusammenarbeit zu sprechen. Im Anschluss an dieses Treffen legten mehr als einhundert der weltbesten Wissenschaftler, Ökonomen und Ingenieure die technologischen Ziele für eine neue Generation von Kernenergiesystemen fest, die erhöhte Sicherheit, mehr Schutz vor Proliferation, einen höheren wirtschaftlichen Wert und mehr Nachhaltigkeit bieten. Es wurden sechs Konzepte identifiziert, die für die Zukunft am vielversprechendsten erscheinen, sowie Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung (FuE), die erforderlich wären, um diese Konzepte bis zum kommerziellen Einsatz weiterzuentwickeln. Bei den sechs Bereichen handelt es sich um gasgekühlte schnelle Reaktorsysteme, bleigekühlte schnelle Reaktorsysteme, Salzschmelzenreaktorsysteme, Leichtwasserreaktoren mit überkritischen Dampfzuständen sowie Höchsttemperaturreaktorsysteme. In einer Stellungnahme wird erklärt, dass das GIF-Abkommen 'den Wunsch aller Mitglieder repräsentiert, neue und bessere Lösungen für die zukünftigen Herausforderungen im Bereich Energie und Umwelt in dieser Welt zu finden und dabei weltweit eine fortdauernde wirtschaftliche Entwicklung sowie wirtschaftliches Wachstum zu ermöglichen.' Weiterhin heißt es: 'Die Kerntechnologie kann in dieser Zukunft eine Schlüsselrolle spielen, da sie die Möglichkeit bietet, Menschen auf der ganzen Welt ein sicheres, proliferationssicheres und wirtschaftliches Mittel zur Erzeugung von Elektrizität - eventuell auch Wasserstoff - zu liefern, ohne die Umwelt zu beeinträchtigen, in der wir alle leben und atmen.'
Länder
Frankreich, Vereinigtes Königreich