Skip to main content
Weiter zur Homepage der Europäischen Kommission (öffnet in neuem Fenster)
Deutsch de
CORDIS - Forschungsergebnisse der EU
CORDIS

Article Category

Inhalt archiviert am 2023-03-01

Article available in the following languages:

Forscher erläutern Ansichten zur Zukunft für Europa

Europa muss lernen, eine Kultur der "E" in der F&E zu entwickeln, und muss dies schnell tun, sagt eine führende internationale Behörde für Krebsforschung und -behandlung. Professor Gordon McVie und Rednerkollegen, die am 10. März auf einer von der Umberto-Veronesi-Stiftung f...

Europa muss lernen, eine Kultur der "E" in der F&E zu entwickeln, und muss dies schnell tun, sagt eine führende internationale Behörde für Krebsforschung und -behandlung. Professor Gordon McVie und Rednerkollegen, die am 10. März auf einer von der Umberto-Veronesi-Stiftung für die Förderung der Wissenschaft organisierten Konferenz sprachen, betonten auch die Notwendigkeit für die Wissenschaftsgemeinschaft, den Dialog mit der Gesellschaft zu fördern. Die Teilnehmer vermittelten die Botschaft, dass mehr Anstrengungen unternommen werden müssten, um das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die großen Wahlmöglichkeiten zu erhöhen, die der wissenschaftliche Fortschritt der Gesellschaft biete. Wenn die Wissenschaftsgemeinschaft die Unterstützung einer informierten Öffentlichkeit habe, werde dies Europa ermöglichen, die Art von forschungsfreundlichem Umfeld zu entwickeln, die in den USA bereits existiere. Die Finanzierung sei der Grundsatz beim Erklären des Unterschieds zwischen der EU und den USA, erklärte Professor McVie. "In den USA gibt es gebundene Regierungsmittel, eine Strategie für die öffentliche Gesundheit und zwei Dinge, die in Europa absolut fehlen, nämlich Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit", kommentierte Professor McVie. "In Europa erzielen wir in Bezug auf die Krebsforschung äußerst gute Ergebnisse in der Grundlagenwissenschaft, aber liegen weit zurück in der klinischen Forschung und Präventionsforschung. Im Gegensatz zur EU sind die USA immer bereit, innovative Produkte zu entwickeln. Wir müssen dringend die wachsende Kluft angehen", drängte Professor McVie. "Sehen Sie, wie einfach und schnell es geht, ein Biotechnologie-Start-up in den USA zu gründen. Dahin müssen wir in Europa auch kommen. Wir müssen eine klare Strategie für Forschung, bessere Koordinierung und das flexible Schnellreaktionssystem, über das die USA verfügen, entwickeln - und zwar schnell", sagte Professor McVie. Umberto Veronesi zufolge spielen private Initiativen eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung wissenschaftlicher Kultur und der Finanzierung innovativer wissenschaftlicher Projekte. Es sei daher von entscheidender Bedeutung, europaweite Anreize im steuerlichen Bereich zu schaffen, um private Spenden zu fördern. "Europa ist nach wie vor ein Gebiet mit hoher wissenschaftlicher Kreativität", sagte Jacques Bernier, Leiter der Radio-Onkologie-Abteilung im schweizerischen Bellinzona, abschließend. "Wir müssen das individuelle und kollektive Bewusstsein für das, was Forschung ist, entwickeln. Wir müssen realisieren, dass sie nicht statisch ist und dass sie die Investition ist, die unseren Enkeln eine bessere Zukunft bieten wird."

Mein Booklet 0 0