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Europäische Kommission fördert Breitbandkommunikation über Stromleitungen

Laut Ansicht der Europäischen Kommission sollte Europa aus der Liberalisierung der Energiemärkte einen Vorteil ziehen und Stromleitungen als eine Möglichkeit der Bereitstellung günstiger Hochgeschwindigkeits-Internetzugänge nutzen. In einer Empfehlung an die Mitgliedstaaten ...

Laut Ansicht der Europäischen Kommission sollte Europa aus der Liberalisierung der Energiemärkte einen Vorteil ziehen und Stromleitungen als eine Möglichkeit der Bereitstellung günstiger Hochgeschwindigkeits-Internetzugänge nutzen. In einer Empfehlung an die Mitgliedstaaten vom 6. April schlug die Europäische Kommission vor, den Wettbewerb anzukurbeln, indem der Markt für neue Betreiber, die schnelle Breitband-Internetverbindungen über elektrische Stromleitungen anbieten, geöffnet wird, und so zur Verringerung der digitalen Unterschiede beizutragen. Die Kommission erläutert, dass sich der Internetzugang über Stromleitungen bisher nur in wenigen Ballungsgebieten etablieren konnte. Dieser könnte aber bald für Millionen Haushalte und Unternehmen der EU eine günstige Alternative zur Nutzung der Telefon- oder Fernsehleitungen sein. Das Potenzial ist erheblich, denn EU-weit gibt es mehr als 200 Millionen Stromleitungen, die direkt mit Haushalten, Schulen und Unternehmen verbunden sind. ''Ein erschwinglicher und schneller Internetzugang ist wichtig für die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit vieler sowohl großer als auch kleiner Unternehmen in der EU. Ich möchte dafür sorgen, dass die Betreiber alle technischen Möglichkeiten ausnutzen können und dass wir in Europa unsere Kräfte vereinen, um den Breitbandausbau voranzutreiben'', so die EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, Viviane Reding. Insbesondere die neuen Mitgliedstaaten des mitteleuropäischen Raums würden von der Technologie profitieren, denn nur höchstens 20 Prozent der Internetnutzer einiger Großräume haben Zugang zu den herkömmlichen Telefonleitungen. Laut der Kommission würde die Bereitstellung von günstigen Breitbandzugängen fast 100 Prozent der potenziellen Internetnutzung abdecken. ''Durch die EU-weite Liberalisierung der Energiemärkte erhalten die Stromversorgungsunternehmen neue Möglichkeiten, um ihre vorhandenen Versorgungsnetze und Stromleitungen zum Aufbau alternativer Breitbandzugänge zu nutzen'', so die Kommission. ''In vielen Fällen stellte die Unsicherheit hinsichtlich der Regeln für diesen Markt eine Markteintrittschranke dar''. Die Kommission hat eine Reihe von Empfehlungen herausgegeben, die der Beseitigung sämtlicher rechtlicher Hindernisse dienen. Damit soll die Klarheit der Regeln gewährleistet werden. ''Innovative Technologien sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Tragfähigkeit unter Beweis zu stellen und zum Wachstum in Europa beizutragen'', erklärte der EU-Kommissar für Unternehmen und Industrie, Günter Verheugen. ''Voraussetzung dafür sind aber klare und ausgewogene rechtliche Rahmenbedingungen zur Gewinnung neuer Unternehmen und neuer Investitionen für den Markt der Breitbandkommunikation über Stromleitungen. Diese Empfehlung der Kommission wird die nötige Klarheit schaffen. Es ist nun Aufgabe der Mitgliedstaaten und der Anbieter innovativer Breitbanddienste, das Beste aus dieser neuen Chance zu machen'', so dieser abschließend.

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