Grüne fordern RP7-Mittel für Alternativmedizin
Die Fraktion der Grünen/Freie Europäische Allianz des Europäischen Parlaments besteht auf einer stärkeren Präsenz der homöopathischen Heilmethode in Europa und forderte die Europäische Kommission auf, im Rahmen des künftigen Rahmenprogramms Mittel für die Forschung im Bereich der Alternativmedizin freizusetzen. Am 10. April, dem Internationalen Tag der Homöopathie und dem 250. Geburtstag des deutschen Arztes und Begründers der Homöopathie Samuel Hahnemann, veröffentlichte die Grüne/EFA-Fraktion eine Stellungnahme, in der sie die Interesselosigkeit in Europa seitens der Behörden gegenüber der Homöopathie bemängelt und politische Aktionen fordert, um der "Diskriminierung der Alternativmedizin in Europa" Einhalt zu gebieten. "Die homöopathische Heilmethode entwickelt sich in Europa, Amerika und Asien mit Erfolg. Während das Interesse der Patienten weiter wächst, halten die Behörden hier jedoch nicht Schritt, wobei sie manchmal das Potenzial der Homöopathie ignorieren und zuweilen sogar aktiv gegen diese Heilmethode arbeiten", so Monica Frassoni, Grünen-Fraktionsvorsitzende. "Wir benötigen politische Aktionen, um diese Diskriminierung zu stoppen, insbesondere weil Patienten die freie Therapiewahl fordern." Nach Aussage der Fraktion hat die homöopathische Heilmethode ihre Sicherheit und Wirksamkeit im Laufe von mehr als zwei Jahrhunderten unter Beweis gestellt. Darüber hinaus liefere sie einen bedeutenden Beitrag zur Wahrung der öffentlichen Gesundheit. Frassoni ist der Ansicht, dass die europäischen Richtlinien zwar festlegen, dass Veterinärhomöopathie im Bereich der organischen Landwirtschaft von großer Bedeutung ist, doch die europäischen und einzelstaatlichen Gesetzgebungen zielen ihrer Meinung nach auf eine Beschränkung des Zugangs und der Verfügbarkeit dieser Medizin durch übertriebene Sicherheitsstandards ab. "Dies geht nicht mit dem neuen Ansatz, 'gesünder Leben' einher, der an oberster Stelle der EU-Gesundheitsagenda steht", heißt es weiter in der Stellungnahme. "Verfechter der 'Schulmedizin' berufen sich oft darauf, dass die Wirksamkeit der Homöopathie noch nicht durch wissenschaftliche Studien belegt ist. Es werden aber kaum öffentliche Mittel in die Forschung im Bereich der Komplementär- und Alternativmedizin investiert. Dem sollte mit der Einführung des nächsten Rahmenprogramms für Forschung und Entwicklung Abhilfe geschaffen werden", so Frassoni abschließend.