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Inhalt archiviert am 2023-03-01

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Kyprianou fordert verstärkte Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA bei Gesundheitsfragen

Die Verschiedenartigkeit der Kulturen hat dazu geführt, dass die EU und die USA unterschiedliche Ansätze verwenden, wenn es darum geht, dieselben Probleme im Gesundheitswesen anzugehen. Beide Seiten hätten jedoch viel voneinander zu lernen und sollten die Zusammenarbeit in ein...

Die Verschiedenartigkeit der Kulturen hat dazu geführt, dass die EU und die USA unterschiedliche Ansätze verwenden, wenn es darum geht, dieselben Probleme im Gesundheitswesen anzugehen. Beide Seiten hätten jedoch viel voneinander zu lernen und sollten die Zusammenarbeit in einigen, für beide gleichermaßen bedeutenden Themenbereichen verstärken, so der EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz Markos Kyprianou. Im Rahmen seiner Rede über Gesundheitsfragen und Gesundheitspolitik der EU und der USA vor dem European Institute in Washington am 20. April forderte Kyprianou die EU und die USA auf, ihre Ideen und Erfahrungen in Bereichen wie beispielsweise globale Gesundheitsbedrohungen, Fettleibigkeit, steigende Ausgaben im Gesundheitssektor und der Stellenwert von Gesundheitstechnologien auszutauschen. Zum Thema globale Gesundheitsbedrohungen erklärte Kyprianou, dass die EU daran arbeite, die Vorräte an Impfstoffen und antiviralen Medikamenten gegen eine pandemische Grippe zu erhöhen. "Wir haben eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen der EU, ihren Mitgliedstaaten und der Impfstoffindustrie vorgeschlagen, um die Entwicklung von Impfstoffen gegen pandemische Krankheiten voranzutreiben und ihre Herstellung anzukurbeln", sagte Kyprianou. "Ferner haben wir vorgeschlagen, im Falle des Auftretens von pandemischen Krankheiten die Finanzierung der Kosten für die genutzten Impfstoffe zu übernehmen, um unseren Mitgliedstaaten so einen Anreiz zu bieten, im Voraus Kaufvereinbarungen mit der Impfstoffindustrie zu treffen oder eigene Produktionslinien zu entwickeln", fügte er hinzu. Kyprianou erklärte, dass die EU nicht nur einen Beitrag zur Aufstockung der Vorräte antiviraler und anderer Medikamente für Notfälle im öffentlichen Gesundheitswesen leistet, sondern auch die institutionellen Strukturen der EU im Gesundheitsbereich verstärkt. Eine dieser neuen Einrichtungen, das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten, sei die unmittelbare Konsequenz des Erfolgs eines derartigen Zentrums der USA in Atlanta. "Ich hoffe, dass starke Verbindungen zwischen den Gesundheitsüberwachungszentren der EU und der USA entstehen, und zwar insbesondere, um unsere jeweiligen Gesundheits- und Pharmasektoren zu veranlassen, Pläne für Aktionen und für die Schaffung einer operationellen Plattform für Bereitschaft und Reaktion in Notfällen aufzustellen", so Kyprianou weiter. "Die EU und die USA arbeiten beide daran, die Fettleibigkeitsepidemie und die damit zusammenhängenden Gesundheitsprobleme einzudämmen und hoffentlich zu beseitigen [...] und wir sehen einer verstärkten und besseren Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA entgegen", erläuterte Kyprianou. Der EU-Kommissar erklärte außerdem, dass ein weiteres heikles Problem auf beiden Seiten des Atlantiks bestehe, nämlich die steigenden Ausgaben für die Gesundheitsleistungen, ein Phänomen, das teilweise auf die fortschreitende Innovation im Bereich der Medizintechnologie- und techniken zurückzuführen ist. "Neue Technologien machen Gesundheitsleistungen oft effizienter, doch entscheidend ist, dass ihre Nutzung auf angemessenen Bewertungen und Erkenntnissen basiert", sagte Kyprianou. "Dies ist ein weiteres Gebiet, in welchem wir unbedingt den Erfahrungsaustausch innerhalb Europas fördern möchten. Ich bin der Ansicht, dass eine diesbezügliche Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA ebenfalls wertvoll sein kann. Hier sind die USA möglicherweise daran interessiert, mehr über die EU-Agenturen zu erfahren, die Kosten-Nutzen-Analysen neuer Innovationen im Bereich bestehender Gesundheitsleistungen durchführen. Ein Beispiel hierfür ist das National Institute for Clinical Excellence im VK." "Auch auf diesem Gebiet können wir Daten, Analysen, bestmögliche Verfahren und Erfahrungen austauschen", sagte der Kommissar abschließend.

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