Italien unterzeichnet bilaterale Forschungsabkommen mit Frankreich, Spanien und Portugal
Zwei Tage nach Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung und sechs Forschungsabkommen mit Frankreich formalisierte Italien am 12. Mai eine Reihe technischer Kooperationsabkommen zu Forschung und Entwicklung mit Spanien und Portugal. Beide Abkommen zielen auf die Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Forschungsinstituten und Ministerien, die Förderung der Mobilität von Forschern aus den verschiedenen Ländern sowie die Förderung der Einrichtung gemeinsamer Forschungszentren und der gemeinsamen Teilnahme am Sechsten Rahmenprogramm (RP6) ab. Insbesondere zielt das Abkommen mit Frankreich auf die Wiederbelebung der bilateralen wissenschaftlichen Zusammenarbeit in strategischen Bereichen wie Meereswissenschaften und -technologie, mathematische Physik und Energie ab. "In Zukunft wird sich die Zusammenarbeit auch in anderen Sektoren verstärken und weiterentwickeln", stellte die italienische Ministerin für Forschung und Bildung Letizia Moratti fest. "Insbesondere in der Gesundheitsforschung sowie in der Agronomieforschung durch spezifische gemeinsame ERA-NET-Projekte für Länder um die südliche Mittelmeerküste sowie in den Sektoren Raumfahrt und Energie", sagte sie. Das Abkommen mit Spanien und Portugal ist innovationsorientiert, wobei zwei Abkommen die Innovation der Produktionsverfahren für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und die Prävention von Naturkatastrophen betreffen. Die drei Länder haben ferner vereinbart, eine europäische COTEC-Stiftung für technologische Innovation mit dem Ziel der Beratung der EU einzurichten. "Heutzutage reicht es nicht mehr aus, eine nationale Logik zum Thema technologische Innovation zu verfolgen", stellte der italienische Minister für Innovation und Technologie Lucio Stanca fest. "In der neuen Dimension der Gemeinschaftspolitik wird die Zusammenarbeit zu einer notwendigen Voraussetzung, um einerseits die Beteiligung an europäischen Programmen voranzubringen und andererseits über die kritische Masse zu verfügen, die notwendig ist, um die erforderlichen Investitionen anzuziehen und zu begründen", fügte er hinzu. "Ich möchte insbesondere die Bedeutung der Vereinbarung zu Innovation in Bezug auf die Produktionsverfahren innerhalb von KMU unterstreichen", sagte Moratti. "In unserem Land entspricht die Produktion im verarbeitenden Gewerbe in traditionellen Bereichen 22 Prozent des BIP gemessen am Marktpreis. Wir müssen die Innovation in der industriellen Produktion fördern und die Zusammenarbeit mit Ländern, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, begünstigen, um einen Mehrwert für die Forschung in den Bereichen Verfahren und Produktion zu schaffen", meinte sie. Spanien, Italien und Portugal haben außerdem zwei technologische Plattformen zu der Studie und der Prävention von Naturkatastrophen gebilligt. Ihr Ziel besteht in der Erhöhung der kritischen Masse von Forschern, der Konzentration der Maßnahmen der drei Länder und der Bereitstellung eines wichtigen Konvergenzpunkts innerhalb der EU zu diesen Themen, entweder aus wissenschaftlicher oder technologischer Sicht. "Diese verschiedenen Abkommen sind der konkrete Beweis einer erneuten Zusammenarbeit zwischen Ländern der Europäischen Union", stellte Moratti fest. "Gleichzeitig stellen sie einen bedeutenden Schritt für die Einrichtung des Europäischen Forschungsraums dar", sagte sie abschließend.
Länder
Spanien, Frankreich, Italien, Portugal