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Inhalt archiviert am 2023-03-01

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EU-Gesundheitsminister wollen innerhalb von fünf Jahren e-Gesundheit zur Realität machen

Die EU-Gesundheitsminister und die Europäische Kommission haben ihre Entscheidung angekündigt, bis zum Jahr 2010 ein integriertes, kompatibles und interoperables europäisches e-Gesundheitssystem einzurichten. Auf einer Konferenz über Online-Gesundheit am 23. und 24. Mai in N...

Die EU-Gesundheitsminister und die Europäische Kommission haben ihre Entscheidung angekündigt, bis zum Jahr 2010 ein integriertes, kompatibles und interoperables europäisches e-Gesundheitssystem einzurichten. Auf einer Konferenz über Online-Gesundheit am 23. und 24. Mai in Norwegen versprachen Minister und Kommissionsvertreter, mittels nationaler und europäischer Aktionspläne die besten Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in den Dienst der Gesundheit der europäischen Bürger zu stellen. "Es ist allseits bekannt, dass medizinische Fehler und Unfälle jedes Jahr Tausenden von Menschen das Leben kosten und Millionen von Euro verschlingen. Es ist auch unumstritten, dass e-Gesundheitsinstrumente wie elektronische [Rezepte] und Echtzeitunterstützung von Entscheidungen - verbunden mit integrierten, interoperablen elektronischen Gesundheitsakten - die Anzahl solcher Fehler und Unfälle bedeutend verringern können", heißt es im Abschlussbericht der Konferenz. "Aber Patientensicherheit ist nicht der einzige Nutzen, den wir aus einer integrierten e-Gesundheitsinfrastruktur ziehen. Effiziente e-Gesundheitsinstrumente für die Gesundheitsberufe erleichtern eine flexible und kooperationsorientierte Arbeit sowohl innerhalb und zwischen Gesundheitsinstitutionen als auch zwischen den klassischen Bereichen des Gesundheitswesens wie Primär- und Sekundärversorgung und Heimpflege." Auf der Konferenz vereinbarten die Minister, innerhalb der nächsten fünf Jahre kohärente und interoperable Gesundheitssysteme sicherzustellen. Darüber hinaus wollen sie bei den folgenden Projekten zusammenarbeiten: Vervollständigung des EU-Gesundheitsportals, Stärkung der Gesundheitsüberwachung mittels IKT, weitere Förderung der Verwendung von Gesundheitskarten, Vereinbarung über Ansätze zu vorbildlichen Verfahren und Benchmarking, Förderung der Entwicklungen in Bezug auf Integration und Interoperabilität von Gesundheitsinformationssystemen und elektronischen Gesundheitsakten sowie bedeutende Fortschritte in Bezug auf die IKT-Implikationen von Patienten- und beruflicher Mobilität. "Der europäische Ansatz zu e-Gesundheit sollte wie folgt aussehen: Geld für Patienten - nicht für Papierkrieg!", sagte Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien. "Zum Beispiel können elektronische medizinische Akten Ärzten helfen, Krankheiten präziser zu diagnostizieren und Behandlungen präziser auszuwählen. Dadurch werden medizinische Fehler verringert. Das bedeutet auch Verringerung des Papierkriegs und Steigerung der Effizienz. In Dänemark werden jährlich eine Million Euro durch die elektronische Patientenüberweisung eingespart. Dieser Betrag könnte sogar auf 3,5 Millionen steigen, wenn alle Überweisungen elektronisch erfolgen würden." Der luxemburgische Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo appellierte an seine Kollegen, ihr Engagement für e-Gesundheit zu verstärken und in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission sicherzustellen, dass die notwendigen Mittel verfügbar gemacht werden, um in allen Mitgliedstaaten Pilotprojekte einzurichten. "Die neuen technologischen Anwendungen, die uns die Informationsgesellschaft bietet, sind schier grenzenlos und müssen zum Nutzen der öffentlichen Gesundheit eingesetzt werden", sagte er und warnte jedoch direkt, dass "es e-Gesundheit nicht zum Nulltarif gibt". Er fügte aber hinzu, dass niemand mehr die Vorteile bestreiten könne, die e-Gesundheit sowohl für Patienten als auch für das Gesundheits- und das Finanzwesen bringe. Eine bessere Koordinierung und eine Verringerung der Anzahl der bestehenden Arbeitsgruppen sei eine wesentliche Voraussetzung, um den schnellen Erfolg der e-Gesundheit sicherstellen zu können, schloss Di Bartolomeo.

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