Bundeskanzler Schröder gratuliert ESA zu 30 Jahren Innovation
Bundeskanzler Gerhard Schröder bezeichnete die Europäische Weltraumorganisation (ESA) als "Motor der Innovation der Europäer weltweit". Schröder hielt während seines Besuchs des Satellitenkontrollzentrums der ESA in Darmstadt zum 30. Jahrestag der ESA eine Rede. "Komplexe ESA-Systeme wie Envisat für die Erdbeobachtung oder das zukünftige Satellitennavigationssystem Galileo zeigen deutlich, dass Europa weltweit eine technologische Führungsrolle übernehmen kann und will. Darauf bin auch ich stolz", sagte der Bundeskanzler. Zu den von Darmstadt aus kontrollierten ESA-Missionen gehören Cassini-Huygens und Mars Express sowie der Erdbeobachtungssatellit Envisat. Die anstehende Cryosat-Mission wird ebenfalls vom deutschen Zentrum aus organisiert. Cryosat wird präzise Messungen der kontinentalen und ozeanischen Eisdecke liefern und direkte Antworten auf Fragen zum Schmelzen der Eiskappen und zur globalen Erwärmung liefern. In seiner Einleitung betonte der ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain die Leistungen der ESA seit ihrer Gründung im Jahr 1975: "30 Jahre ESA stehen für 30 Jahre Erfolg. Jeder einzelne Europäer profitiert heute vom Weltraum, über weltweite Telekommunikation, Wettervorhersage oder Klimaforschung. Wir sind die einzige Raumfahrtagentur, die gleichzeitig um die Erde, den Mars, den Mond - und zu Kometen fliegt. In 10 oder 20 Jahren werden wir für die technologischen Investitionen bewertet werden, die wir heute tätigen." Schröder hatte Gelegenheit, den Flugkontrolleuren bei einer Live-Simulation der Entfaltung der 40 Meter langen MARSIS-Antenne an Bord von Mars Express zu helfen; das MARSIS-Instrument soll eine Schlüsselrolle beim Nachweis von Wasser unterhalb der Mars-Oberfläche spielen. Dem Bundeskanzler wurde ein Ehrenzertifikat als "Satellitenkontrolleur" zur Erinnerung an seinen Besuch verliehen.
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