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Inhalt archiviert am 2023-03-01

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Potocnik bei der Eröffnung der GFS-Anlage: Kommission zur Ausschöpfung des Potenzials von Wasserstoff gewillt

Der EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung, Janez Potocnik, eröffnete am 7. Juli eine neue Prüfanlage für Wasserstoff und Brennstoffzellen im kommissionseigenen Institut für Energie in Petten (Niederlande). Der Kommissar zeigte sich zufrieden mit den jüngsten Entwicklun...

Der EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung, Janez Potocnik, eröffnete am 7. Juli eine neue Prüfanlage für Wasserstoff und Brennstoffzellen im kommissionseigenen Institut für Energie in Petten (Niederlande). Der Kommissar zeigte sich zufrieden mit den jüngsten Entwicklungen im Bereich der nicht-fossilen Energien: die kürzlich von der EU mit internationalen Partnern - Japan, Russland, China, USA und Südkorea - unterzeichnete Vereinbarung zum Bau des Fusionsversuchsreaktors ITER in Cadarache, Frankreich. Er bezeichnete die Entscheidung als "einen wichtigen Schritt zur Verfolgung einer der möglichen Antworten auf die globalen Energieherausforderungen der Welt". Potocnik sagte, er glaube fest an die Verpflichtung, künftigen Generationen ein Erbe für wirtschaftlichen Wohlstand und Lebensqualität zu hinterlassen, das der Umwelt nicht schade. "Wir sollten hierzu in der Lage sein und gleichzeitig Möglichkeiten für Wirtschaftswachstum und rentable Unternehmen schaffen", stellte er fest. "Wir alle wissen, dass wir saubere, sichere und erschwingliche Energiequellen finden müssen, da der Energiebedarf steigt und Europa immer abhängiger von eingeführter Energie wird", erklärte der Kommissar. Potocnik ist nicht der Meinung, dass es eine einzige Lösung für den Energiebedarf für Europa gibt. "Wir sollten einen nachhaltigen Energiemix anstreben", sagte er. "Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien gehören sicherlich zu den viel versprechendsten Elementen dieser Mischung, und wir sind heute Zeuge eines wichtigen Schritts in Richtung ihrer etwaigen kommerziellen Nutzung", fügte er hinzu. "Wasserstoff besitzt ein enormes Potenzial und kann ein Baustein einer künftigen nachhaltigen Energieversorgung werden. Durch die Entwicklung dieser neuen Anlage unterstreicht die Kommission ihren Willen zur Ausschöpfung dieses Potenzials", sagte er weiter. Die neue Anlage am Standort der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) verleiht dem Bemühen der Kommission Nachdruck, politischen Entscheidungsträgern und der Industrie eine unabhängige Bewertung der Leistung - d. h. Effizienz, Sicherheit, Umweltauswirkungen und Zuverlässigkeit - von Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien zu liefern. Dazu werden die Betriebsbedingungen von Brennstoffzellen und Wasserstoffspeichern während ihrer gesamten Lebensdauer simuliert. Der Kommissar betonte, dass immer noch ein wichtiges strategisches Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsprogramm benötigt werde, um Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien kommerziell einsatzfähig zu machen. "Die Einführung alternativer Energiesysteme erfordert Wissen, Erfahrung, Planung, Investitionen und politischen Willen. Die Kommission hat diesen Willen bei vielen Gelegenheiten bekundet und demonstriert. Ebenso wie die nationalen, regionalen und lokalen Behörden", bemerkte er. Die Kommission hat bei der Einrichtung einer Technologieplattform für Wasserstoff und Brennstoffzellen geholfen, die die Industrie, Behörden und Wissenschaftler zusammenführt, um einen Aktionsplan zu entwerfen, in dem die konkreten Schritte und Maßnahmen skizziert sind, die auf dem Weg zu einer Wasserstoffwirtschaft erforderlich sind. In der neuen Anlage in Petten werden die Wissenschaftler den Betrieb von Brennstoffzellen während ihrer gesamten Lebensdauer unter allen vorhersehbaren Bedingungen simulieren - von arktischen bis zu tropischen Umgebungen und von Fahrten auf der Autobahn bis zu solchen auf Forstwegen. Untersucht werden auch realistische Simulationen schneller Befüllungen (1.000-mal in weniger als drei Minuten pro Befüllung) und langsamer Entleerung. Weiter wird die Kommission zwecks Harmonisierung der Prüfverfahren und -methoden für Brennstoffzellen in mobilen (Verkehr) und ortsfesten Anwendungen genormte Prüfverfahren entwickeln. Potocnik forderte die Beteiligten auf, aktive Partner dieser Anlage zu werden und zu demonstrieren, wie Partnerschaften zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor wichtige führende Technologien voranbringen können.

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