Vier Länder arbeiten gemeinsam an Förderung der forschungsbezogenen Nutzung von IKT
Organisationen aus vier EU-Ländern haben das Netzwerk "Knowledge Exchange" gegründet, eine Maßnahme zum Ausbau der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) für Forschung und Lehre. Im Mittelpunkt stehen vor allem die Entwicklung gemeinsamer Strategien und die Vereinbarung einheitlicher oder kompatibler technischer Lösungen. Sie sollen dafür sorgen, dass Wissenschaftler und Studierende mit nutzerfreundlichen Systemen über nationale Grenzen hinaus Zugang zu allen wissenschaftlich relevanten Informationen erhalten. Bei den vier Partnern handelt es sich um das britische Joint Information Systems Committee (JISC), die niederländische Stiftung SURF, die dänische Electronic Research Library (DEF) und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Gemeinsam möchten sie die Dienstleistungen für wissenschaftliche Nutzer umgestalten. Die enge Kooperation soll auch eine gemeinsame Struktur für das Gebiet des digitalen Lernens, Lehrens und Forschens schaffen und sichern, einschließlich virtueller Forschungsumgebungen (Virtual Research Environments). Um als Mitglied des Netzwerks in Frage zu kommen, müssen die Organisationen aktiv in den Bereichen tätig sein, die vom Netzwerk "Knowledge Exchange" abgedeckt werden. Darüber hinaus müssen sie über Ressourcen verfügen, die es ihnen ermöglichen, die IKT-Agenda auf nationaler Ebene zu beeinflussen. Weitere Länder können der Initiative zukünftig möglicherweise beitreten, vorausgesetzt sie erfüllen diese Kriterien. Im ersten Jahr der Initiative werden die derzeitigen Mitglieder die Aktivitäten in anderen europäischen Ländern überprüfen, um festzustellen, ob andere Organisationen möglicherweise aufgenommen werden können. Das Netzwerk wird von einem zentralen Büro aus koordiniert, das seinen Sitz in den ersten drei Jahren der Initiative in Kopenhagen, Dänemark, haben wird. Das Büro wird im Sommer seinen Betrieb aufnehmen.
Länder
Deutschland, Dänemark, Niederlande, Vereinigtes Königreich