ESA untersucht defektes Instrument an Bord der Mars Express
Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat eine Untersuchungskommission beauftragt, eine technische Überprüfung eines der wissenschaftlichen Instrumente an Bord der Mars Express - dem Planetary Fourier Spectrometer (PFS) - vorzunehmen, bei dem sich in den letzten Monaten ein Problem entwickelt hat. Eine Vermutung lautete, dass durch Raumfahrzeugaktivitäten erzeugte Vibrationen den Defekt verursacht haben könnten. Es wurde jedoch bisher noch keine Fehlerquelle festgestellt, sodass andere mögliche Gründe nicht vollständig ausgeschlossen werden können. Die Untersuchungskommission besteht aus Experten des Arbeitsteams der Mars Express-Mission, der ESA, der Industrie und der Italienischen Raumfahrtorganisation (ASI). Nach einer erfolgreichen Untersuchung könnte das PFS die wissenschaftlichen Beobachtungen, wenn auch mit geänderten Verfahren, unter Umständen wieder aufnehmen. Bis das Team jedoch alle vorhandenen Daten ausgewertet und zusätzliche Messungen vorgenommen hat, ist es laut der ESA noch zu früh, um über den Betriebszustand des Instruments zu spekulieren. "Das PFS-Instrument hat im Anschluss an den Start der Mars Express im Juni 2003 fast zwei Jahre lang reibungslos funktioniert", so eine Stellungnahme der ESA. "Während dieses Zeitraums hat das Instrument viele neue Informationen zur globalen Zusammensetzung und Bewegung der Mars-Atmosphäre geliefert." Selbst wenn die Untersuchungskommission zu dem Schluss kommen sollte, dass das PFS nicht länger funktionstüchtig ist, so funktionieren laut der ESA die anderen sechs Instrumente an Bord des Satelliten derzeit gut und liefern neue Erkenntnisse über den Roten Planeten und seine Entstehung.