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F&E-Investitionen für Technologien für erneuerbare Energien werden nachhaltigen Energiemix für Europa sicherstellen

Am 21. und 22. November kamen europäische Institutionen und Vertreter der Industrie zu einer Konferenz zur Forschung auf dem Gebiet erneuerbare Energie für Europa zusammen. Es herrschte umfassende Einigkeit darüber, dass es notwendig ist, dass die Forschung zur Entwicklung des...

Am 21. und 22. November kamen europäische Institutionen und Vertreter der Industrie zu einer Konferenz zur Forschung auf dem Gebiet erneuerbare Energie für Europa zusammen. Es herrschte umfassende Einigkeit darüber, dass es notwendig ist, dass die Forschung zur Entwicklung des Sektors und zur Reduzierung der Kosten für Technologien für erneuerbare Energien beiträgt, um die Herausforderungen des Klimawandels und einer sicheren Energieversorgung zu meistern. Im Namen des EU-Kommissars für Wissenschaft und Forschung Janez Potocnik eröffnete der Direktor für Energie bei der GD Forschung Pablo Fernández Ruiz die Konferenz, indem er die Pläne der Kommission für die Forschung im Bereich erneuerbare Energien im vorgeschlagenen Siebten Rahmenprogramm (RP7) vorstellte. Gemeinsame Technologieinitiativen, die Instrumente der Kommission zur Beschleunigung der Entwicklung in Schlüsseltechnologien durch europaweite Partnerschaften zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor, würden eine bedeutende Rolle spielen. Wasserstoff- und Brennstoffzellen wurden bereits als ein auf diese Art und Weise zu unterstützender Bereich identifiziert, während in den Vorschlägen für die spezifischen Programme erneuerbare Energie ausdrücklich als ein zusätzlicher Kandidat für eine Gemeinsame Technologieinitiative aufgeführt ist, die während der Umsetzung des RP7 einzurichten ist. "Die Forschungspolitik von heute liefert das Wissen für die Energiepolitik von morgen", lautete die Botschaft des Kommissars. "Unser langfristiges Ziel ist eine Umwandlung des derzeitigen Energiesystems auf der Grundlage fossiler Brennstoffe zu einem sichereren, energieeffizienten und nachhaltigen System. Die Verbesserung unseres Wissens zu erneuerbaren Energiequellen durch Forschung ist ein wichtiger Schritt zum Erreichen dieses Ziels im Rahmen eines nachhaltigen Energiemix." Die Kommission wird eigenen Angaben zufolge während der Laufzeit des RP6 zwischen 2002 und 2006 440 Millionen Euro in die Forschung auf dem Gebiet erneuerbare Energie investiert haben, wohingegen in ihrem Vorschlag für das RP7 (2007-2013) 2,93 Milliarden Euro unter der Überschrift "Energie" des spezifischen Programms für Zusammenarbeit gefordert werden. Der Kommissar sieht das Potenzial für das Angehen der Erfordernisse erneuerbarer Energiequellen beispielsweise in der Veröffentlichung gemeinsamer Aufrufe zu den Themen "Energie" und "Umwelt". Er ist außerdem der Ansicht, dass Technologieplattformen, die eine kritische Masse von Organisationen in den Bereichen Forschung, Industrie, Behörden und Zivilgesellschaft vereinen, "zu mächtigen Akteuren in der EU-Forschungspolitik werden", da ihre Strategischen Forschungsagenden bereits beträchtliche Auswirkungen auf die Gestaltung der RP7-Vorschläge hatten. Eine europäische Technologieplattform für photovoltaische Sonnenenergie ist derzeit in Betrieb, während eine Plattform zu Biobrennstoffen für den Verkehr in Vorbereitung ist und die Sektoren Wind- und Solarthermoenergie ebenfalls dabei sind, europäische Technologieplattformen einzurichten. In ihrer Einführung stellte Britta Thomsen, stellvertretende Vorsitzende des ITRE-Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie des Europäischen Parlaments, heraus, dass in der Entschließung des Parlaments vom 29. September gefordert werde, dass die spezifischen Programme des RP7 einen erheblichen Betrag für Forschung auf dem Gebiet erneuerbare Energie und Energieeffizienz enthalten sollten. Sie sagte außerdem, es solle ein Ring-Fencing geben oder ein fester Haushalt für die Forschung auf dem Gebiet erneuerbare Energie bereitgestellt werden. Dies werde auch dazu beitragen, die Industrie zu überzeugen, langfristige strategische Investitionen zu tätigen. Im Namen der britischen Ratspräsidentschaft betonte Energieminister Malcolm Wicks sowohl die bevorstehenden Herausforderungen als auch das Erfordernis, dass Politiken auf Fakten basieren und auf Forschung gründen, wobei er die europäische Energiepolitik als "die ständige Verfolgung erneuerbarer Energie" bezeichnete. Unter Bezugnahme sowohl auf die nationalen Forschungsprogramme des VK als auch auf den Vorsitz der britischen Ratspräsidentschaft hinsichtlich der laufenden Diskussionen zum RP7 betonte er die Wichtigkeit von Technologie-Demonstrationsprojekten. Vorkommerzielle Tests seien eine gefährliche Phase für alle Technologien und es seien Maßnahmen erforderlich, um neue Technologien bei der Überwindung dieses "Tal des Todes" zu unterstützen, um auf den Markt zu kommen. Es gebe wenige Herausforderungen, die größer seien als die Herausforderung sicherzustellen, dass die Energieversorgung in Zukunft sowohl sicher als auch nachhaltig sei, und dies werde Veränderungen bei der Erzeugung, Übertragung und Nutzung von Energie erfordern. Es seien zwar schwere Entscheidungen zu treffen, aber dies stelle "Europas industrielle Chance" dar, sagte er weiter. Die Menschen neigten dazu, beim Lissabon-Prozess an Wettbewerbsfähigkeit und Wissenswirtschaft zu denken, aber "wenn wir es richtig anpacken, besteht kein Grund dafür zu denken, dass wir in der kohlenstoffarmen Wirtschaft nicht weltweit führend sein werden", sagte er.

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