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Inhalt archiviert am 2023-03-01

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Potocnik: Forschung ist Schlüssel für EU-Integration Kroatiens

Der EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung Janez Potocnik hat anlässlich einer Ansprache in der kroatischen Akademie der Wissenschaften und Kunst das Land aufgerufen, beim Streben nach der EU-Mitgliedschaft der Forschung die erforderliche Priorität einzuräumen. Vor dem ...

Der EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung Janez Potocnik hat anlässlich einer Ansprache in der kroatischen Akademie der Wissenschaften und Kunst das Land aufgerufen, beim Streben nach der EU-Mitgliedschaft der Forschung die erforderliche Priorität einzuräumen. Vor dem Hintergrund der Anfang Oktober erfolgten Aufnahme der Verhandlungen über einen Beitritt Kroatiens zur Europäischen Union äußerte der Kommissar seine Auffassung, Forschung werde die Entwicklung Kroatiens begünstigen und die Integration des Landes in die Union erleichtern. Des Weiteren betonte Potocnik mit Blick auf das 3-Prozent-Ziel, es müssten auch nationale Zielwerte für Forschungsinvestitionen festgelegt werden, räumte in diesem Zusammenhang jedoch ein: "Ich verstehe natürlich, dass in Kroatien zurzeit noch recht wenig Mittel in Forschung investiert werden, aber bei einem BIP-Anteil von 1,14 Prozent gibt es angesichts eines EU-Durchschnitts von 1,93 Prozent gutes Potenzial, den Rückstand rasch wettzumachen." Weiter führte er aus: "Ich freue mich, dass Kroatien Bemühungen unternimmt, um das Lissabon-Ziel im Bereich Forschungsinvestitionen zu erreichen, weiß jedoch auch, dass bisher weder ein Zielwert noch ein Zeitplan festgelegt worden ist. [...] Daher möchte ich Kroatien dringend empfehlen, im Rahmen der Vorbereitung auf seinen Beitritt bereits jetzt ein nationales Lissabon-Programm auszuarbeiten und sich mit Blick auf das 3-Prozent-Ziel ehrgeizige Ziele zu setzen." Die größte Kluft zwischen Kroatien und der EU besteht derzeit bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) im Privatsektor. Folglich stellt das Schließen dieser Kluft nach Ansicht von Potocnik eine der größten Herausforderungen dar. Eine weitere Hauptaufgabe der kroatischen Regierung bestehe darin, mehr Forschungsinvestitionen aus dem Ausland nach Kroatien zu locken. "Mit einer Erhöhung der Forschungsausgaben allein ist es jedoch nicht getan. Gleichzeitig sind auch qualitative Verbesserungen erforderlich. Dazu bedarf es der Bildung von Clustern und Spitzenforschungszentren sowie der Intensivierung der öffentlich-privaten Zusammenarbeit, und es muss attraktiver werden, eine Karriere im Forschungsbereich einzuschlagen." In diesem Zusammenhang hob Potocnik die Europäische Charta für Forscher und den Verhaltenskodex für die Einstellung von Forschern als sinnvolle Instrumente hervor. "Eine der im Verhaltenskodex aufgeführten Empfehlungen, zu deren Umsetzung die Akademie der Wissenschaften meines Erachtens beitragen sollte, ist, Forscherstellen international auszuschreiben." Ein weiterer Weg für Kroatien, seine Integration in den Europäischen Forschungsraum voranzubringen, bestehe in der Beteiligung an den EU-Rahmenprogrammen. Potocnik betonte, Kroatien habe mit sehr geringen Mitteln bereits unheimlich viel erreicht. Durch die Beteiligung an Exzellenznetzen und Integrierten Projekten könnten die Fortschritte nun jedoch noch gesteigert werden. "Deshalb freue ich mich, dass die Regierung Ihres Landes die Initiative ergriffen hat, sich für das noch verbleibende Jahr, 2006, dem Sechsten Rahmenprogramm anzuschließen. [�] durch diesen Schritt ergeben sich für Kroatien vollkommen neue, interessante Forschungsmöglichkeiten", so Potocnik abschließend.

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