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Inhalt archiviert am 2023-03-01

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Laut Bericht nimmt Outsourcing von F&E bei europäischen Pharmaunternehmen zu

Europäische Pharma- und Biotechnologieunternehmen bemühen sich zunehmend um das Outsourcing ihrer Forschung und Entwicklung (F&E), um die Belastung durch lange Entwicklungszeiten für Medikamente und explodierende Entwicklungskosten zu mindern. Ein kürzlich veröffentlichter B...

Europäische Pharma- und Biotechnologieunternehmen bemühen sich zunehmend um das Outsourcing ihrer Forschung und Entwicklung (F&E), um die Belastung durch lange Entwicklungszeiten für Medikamente und explodierende Entwicklungskosten zu mindern. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht von Frost & Sullivan, einem weltweiten Beratungsunternehmen mit Schwerpunkt Wachstum, wirft ein Schlaglicht auf den Outsourcing-Trend, den die Kosten der Medikamentenentwicklung ausgelöst haben. Die Entwicklungsaufwendungen werden derzeit auf circa 680 Millionen Euro pro Produkt geschätzt. Dieser finanzielle Druck wird durch die Tatsache verstärkt, dass nur 15 Prozent der neuen Medikamente tatsächlich vermarktet werden. Der Bericht prognostiziert, dass der Wert der von europäischen Pharmaunternehmen extern vergebenen F&E-Aufträge von 2,7 Milliarden Euro im Jahr 2004 bis zum Jahr 2011 auf 4,3 Milliarden Euro ansteigen wird. Die Firmen werden Kosten sparen, indem sie sich Outsourcing-Partner in Niedriglohnländern wie Indien und China suchen. Dr. Amarpreet Dhiman, Forschungsanalyst bei Frost & Sullivan, erklärt: "Outsourcing kann eine der Strategien sein, die es den Firmen ermöglichen, ihre F&E-Ausgaben effektiver zu kontrollieren und einzusetzen." Dr. Dhiman weiter: "Outsourcing kann intern vorhandenes Wissen und Erfahrung ergänzen, Zugang zu technologischen Innovationen, [...] therapeutischer Expertise schaffen sowie zu einer Ausrichtung auf diagnostische Tests für sicherere und wirksamere Therapien führen. Das bringt nicht nur Verbesserungen in Bezug auf Effizienz, Kosten und Geschwindigkeit, sondern ist dadurch, dass überkommene Gewohnheiten und Prozesse abgeschafft werden, auch ein wichtiger Motor." Daher bilden Pharmaunternehmen Allianzen mit Biotechnologiefirmen, mit universitären Forschungszentren und Auftragsforschungsorganisationen sowie mit spezialisierten Lieferanten und Anbietern von allgemeinen Dienstleistungen, die zunehmend ihre Angebotspalette erweitern, um dem bisher ungedeckten Bedarf der Branche entgegenzukommen. Diese Outsourcingpartner müssen eine solide Historie aufweisen und die unterschiedlichen wissenschaftlichen und betrieblichen Anforderungen erfüllen können. Dem Bericht zufolge zögern aber einige Firmen auch durchaus, die Kontrolle über ihre Geschäftsprozesse und ihr urheberrechtlich geschütztes Wissen vollständig aufzugeben. Dr. Dhiman erklärt: "Die Unternehmen müssen sich an den Gedanken gewöhnen, die Kontrolle über Nicht-Kernprozesse zu teilen, mit den Fehler- und Verspätungsrisiken, mit ihrer Fähigkeit, geschütztes Wissen zu sichern, und mit den Auswirkungen des Outsourcing auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Die verschiedenen Risiken müssen identifiziert, verstanden und gemessen werden, damit Unternehmen erfolgreich ihre Disziplinen mit ihren Entwicklungspartnern verbinden können." Die Studie prognostiziert, dass spätestens im Jahr 2010 mehr als 40 Prozent der F&E-Leistungen von spezialisierten Firmen erbracht werden. Sie schlussfolgert, dass sich diejenigen Firmen als Branchenführer etablieren werden, denen effektives F&E-Outsourcing an fokussierte, forschungsorientierte Spezialisten gelingt, die die eigenen klassischen Prozesse ergänzen.

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