Österreich richtet neues Exzellenzinstitut ein
Österreich wird ein neues Exzellenzinstitut einrichten, das einen wesentlichen Anschub für das gesamte Wissenschaftssystem des Landes bringen und einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität des Wissenschafts- und Forschungsstandorts Österreich leisten soll. Das Institut soll in Klosterneuburg, Niederösterreich, errichtet werden. "Damit ist eine wichtige Entscheidung für unsere Zielsetzung, Forschung zu forcieren um international wettbewerbsfähig zu bleiben, gefallen", sagte die österreichische Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Elisabeth Gehrer. Gehrer fügte hinzu, dass das neue Postgraduate-Institut eine jener Einrichtungen sein wird, die sich mit dem von der Europäischen Union geplanten Europäischen Institut für Technologie (EIT - European Institute of Technology) sowie anderen ähnlichen Instituten in verschiedenen Mitgliedstaaten vernetzen werden. Das neue Institut wird die beiden folgenden, miteinander verbundenen Ziele verfolgen: Die Grundlagenforschung auf Spitzenniveau in Forschungsgebieten, die in Österreich noch unerschlossen sind, zu etablieren und den besten Wissenschaftlern herausragende Arbeitsbedingungen und Entfaltungsmöglichkeiten anzubieten. Im Austausch mit der Wirtschaft soll ein Impuls zur Strukturverbesserung und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit gesetzt werden. Der Standort Klosterneuberg wurde aufgrund der Tatsache, dass die Bauarbeiten hier kurzfristig beginnen können, und wegen der guten Verkehrsanbindung ausgewählt. In der Region sind darüber hinaus nach 15 bis 20 Jahren Spin-offs zu erwarten, die sich in der näheren Umgebung des Instituts ansiedeln, so das Ministerium. Das Institut wird sowohl mit privaten als auch öffentlichen Mitteln finanziert. Weitere für den Betrieb erforderliche Mittel werden vom Institut selbst aufgebracht, beispielsweise durch den Erhalt von Zuschüssen des Siebten Rahmenprogramms (RP7) der EU und nationaler Finanzierungsprogramme. "Der Bund übernimmt die Aufgabe, die darüber hinaus erforderlichen Mittel zum Betrieb der Spitzenforschungseinreichung sicherzustellen", sagte die Ministerin.
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