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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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BITE-Projekt startet Konsultation zur Ethik der Biometrie

Im Rahmen eines EU-finanzierten Projekts über die Ethik der Biometrie wurde eine öffentliche Konsultation eingeleitet. Schätzungen zufolge erreicht der europäische Biometrie-Markt bis 2014 ein Volumen von 874 Millionen Euro. Die öffentliche Meinung, so das Projekt BITE (Ethi...

Im Rahmen eines EU-finanzierten Projekts über die Ethik der Biometrie wurde eine öffentliche Konsultation eingeleitet. Schätzungen zufolge erreicht der europäische Biometrie-Markt bis 2014 ein Volumen von 874 Millionen Euro. Die öffentliche Meinung, so das Projekt BITE (Ethik der biometrischen Identifizierungstechnologie - Biometric Identification Technology Ethics), steht jedoch nicht einheitlich hinter dieser Technologie, die anhand physischer Eigenschaften von Personen, zum Beispiel dem Irismuster, der DNA oder Fingerabdrücken, die Identität erkennt. In einem Interview mit CORDIS-Nachrichten im Mai 2005 erläuterte der BITE-Koordinator Professor Emilio Mordini die verschiedenen Fragen, die im Zusammenhang mit der Biometrie diskutiert werden. So könnten Menschen, die nicht so einfach ihre Identität nachweisen können, zum Beispiel Immigranten, ungerechtfertigterweise in einem Biometrie-System als verdächtig erscheinen, Behinderte, die sich keinem Biometrie-Test unterziehen können, könnten stigmatisiert werden, und persönliche medizinische Daten könnten missbraucht werden. "Wir müssen die schwächeren Gruppen schützen, von denen man fürchtet, dass sie ins Fadenkreuz der Biometrie-Technologie geraten könnten. Ihre Identitäten sind weniger klar umrissen und schwieriger nachzuweisen, da sie eventuell keine Ausweispapiere besitzen. Das darf aber nicht bedeuten, dass ihre Privatsphäre weniger geschützt ist", sagte Professor Mordini. Aller Voraussicht nach wird der Europäische Gerichtshof (EuGH) in den kommenden Monaten ein Urteil über die Billigung des Europäischen Rats in Bezug auf ein Abkommen zwischen der EU und den USA, das die Weiterleitung von Fluggastdaten europäischer Fluggesellschaften an US-Behörden vorsieht, fällen. Zu diesen Daten könnten auch biometrische Daten gehören, die elektronischen Pässen entnommen werden. Die BITE-Konsultation möchte die Bürgerinnen und Bürger der EU, die weitere Biometrie-Gemeinde und die europäischen Entscheidungsträger zu einer Diskussion über die ethischen, sozialen und politischen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Biometrie veranlassen. Diese Diskussion soll der Europäischen Kommission helfen, akzeptable Standards für die Anwendung der relevanten Technologien zu definieren.

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