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IKT-Task-Force eingerichtet

Die Europäische Kommission hat eine Task-Force eingerichtet, die Hindernisse, die dem Wettbewerb und der Wettbewerbsfähigkeit entgegenstehen, beseitigen soll. Mit der Einrichtung der Task-Force beginnt eine fünfmonatige Diskussion über die Herausforderungen an Hersteller und N...

Die Europäische Kommission hat eine Task-Force eingerichtet, die Hindernisse, die dem Wettbewerb und der Wettbewerbsfähigkeit entgegenstehen, beseitigen soll. Mit der Einrichtung der Task-Force beginnt eine fünfmonatige Diskussion über die Herausforderungen an Hersteller und Nutzer von IKT (Informations- und Kommunikationstechnologien). Die Task-Force besteht aus 25 hochrangigen Vertretern der IKT-Branche und anderen Beteiligten. Ihre Diskussion wird sich insbesondere auf die ständig zunehmende Konvergenz neuer Technologien konzentrieren. Die EU-Bürger können inzwischen auf ihren Mobiltelefonen fernsehen, über den Fernseher Radio hören und beides auf ihren Computern tun. Die Art und Weise, wie wir Medien konsumieren, ist lediglich ein Symptom der wachsenden Möglichkeiten von IKT in allen Bereichen. Ähnliche Änderungen finden auf allen Ebenen des Berufs- und Freizeitlebens statt. Dies wird enorme Auswirkungen für Unternehmen innerhalb und außerhalb der IKT-Branche haben. Die Task-Force zielt darauf ab, Möglichkeiten für die Vollendung des Binnenmarktes und Hindernisse für Fortschritte zu ermitteln. Sobald die Task-Force ihre Studie abgeschlossen hat, wird sie bis Ende des Jahres politische Empfehlungen direkt an die Europäische Kommission abgeben. "Für den Wirtschaftsaufschwung in Europa ist die IKT-Branche ein wichtiger Faktor. Der Schlüssel für ihre positive Entwicklung ist eine strategische marktorientierte Zusammenarbeit der EU-Institutionen mit der Privatwirtschaft", sagte die EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien Viviane Reding. "Mit der IKT-Task-Force möchten wir gewährleisten, dass die IKT-Branche Europas ihre führende Rolle in der Welt behauptet. Gemeinsam werden wir uns darauf konzentrieren, den grenzübergreifenden Wettbewerb in Europa zu erleichtern, Hindernisse, die einem echten Binnenmarkt für Online-Inhaltsdienste entgegenstehen, zu beseitigen, sowie die öffentliche und private Forschung wirksamer abzustimmen, um Investitionen in die IKT anzuregen", sagte sie. Die IKT-Branche ist einer der Schlüsselsektoren, die von der Aho-Expertengruppe in ihrem im Februar veröffentlichten Bericht zur europäischen Innovation identifiziert werden. Auf den IKT-Bereich entfallen zwar lediglich 5,3 Prozent des BIP und 3,6 Prozent der Arbeitsplätze der EU, aber auch bedeutsame 20 Prozent des Wachstums der Arbeitsproduktivität. Die IKT ist derzeit die größte investierende Branche, die 25 Prozent der Gesamtinvestitionen für F&E in Europa auf sich vereint. Das IKT-Wachstum ist aufgrund von Sprüngen bei der Effektivität der IKT für Wirtschaft und Verbraucher groß. Die Verbraucher sind bei der breiten Einführung von IKT besonders wichtig, wobei neue Konsummöglichkeiten und neue Technologieformen diesen Konsum fördern. Die Task-Force wird sechs Bereiche betrachten: - Breite Einführung der IKT: Warum nehmen bestimmte Regionen neue Technologie früher an als andere? Wie unterscheiden sich Normen bei IKT-Schulungen für die Arbeitnehmer in Europa? Wie bedeutend sind Normen und IKT-Interoperabilität? Wie wirken sich IKT auf die Wirtschaft aus? - Geistige Eigentumsrechte (IPR): Welcher Zusammenhang besteht zwischen IPR und sowohl F&E als auch Innovation? Was sind die Auswirkungen von Piraterie? - Innovation in F&E, Fertigung und Dienstleistungen: Wie können F&E in innovative Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden und wie können F&E an die Ziele der Agenda von Lissabon angepasst werden? - KMU und Unternehmergeist: Wie kann Europa die Entwicklung innovativer KMU maximieren, Betrachtung von Clustern, Finanzierung, Politik, Patenten, Industriezweigen und so weiter? - Qualifikation und Beschäftigungsfähigkeit: Wie kann man zukünftige Generationen für Technologieinnovation interessieren; wie können diese Generationen mithilfe von IKT auf andere Weise lernen und arbeiten und wie kann ein Umfeld geschaffen werden, das für hoch qualifizierte Arbeitnehmer attraktiv ist und sie auch halten kann? - Der Binnenmarkt: Wie erzielt die EU einen echten Binnenmarkt, der Investitionen anzieht und den Wettbewerb fördert? Günter Verheugen, Vizepräsident der Kommission und zuständig für das Ressort Unternehmen und Industrie, kommentiert: "Wir erwarten von dieser Task-Force neue Ideen und kohärente Empfehlungen zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der IKT-Industrie Europas. Dies ist ein wichtiges Element unserer neuen Industriepolitik." Den Vorsitz der Task-Force teilen sich Heinz Zourek, Generaldirektor der GD Unternehmen und Industrie, und Fabio Colasanti, Generaldirektor der GD Informationsgesellschaft und Medien. Ihre Ergebnisse werden in die Initiative i2010 - "eine europäische Informationsgesellschaft für Wachstum und Beschäftigung" einfließen.

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