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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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Wissenschaftliche Zusammenarbeit in Fischereiabkommen zwischen der EU und Mauretanien unterstrichen

Die EU hat ein Fischereiabkommen mit Mauretanien in Höhe von 516 Millionen EUR unterzeichnet. Das Abkommen zielt darauf ab, Fischereibooten der EU neue Fischfangmöglichkeiten zu bieten und eine nachhaltige Fischerei zu fördern. Das Abkommen unterstreicht die Bedeutung der daue...

Die EU hat ein Fischereiabkommen mit Mauretanien in Höhe von 516 Millionen EUR unterzeichnet. Das Abkommen zielt darauf ab, Fischereibooten der EU neue Fischfangmöglichkeiten zu bieten und eine nachhaltige Fischerei zu fördern. Das Abkommen unterstreicht die Bedeutung der dauerhaften wissenschaftlichen Bewertung zur Überwachung der Fischbestände und des Ökosystems der mauretanischen Gewässer. Das Abkommen ersetzt das derzeitige Fischereiabkommen und wird einen Zeitraum von sechs Jahren ab dem 1. August 2006 abdecken. Ein Protokoll über einen Zeitraum von zwei Jahren, das zweimal verlängert werden kann, erlaubt etwa 200 Fischereibooten der EU den Fang von Schalentieren (hauptsächlich Krabben), Seehechten und anderen demersalen Arten (die in der Nähe des Meeresbodens leben), Kopffüßern, kleinen pelagischen Arten (die in mittleren Wasserschichten leben) und Thunfischen. Das Abkommen berücksichtigt außerdem die derzeitige wissenschaftliche Überwachung der Fischbestände in mauretanischen Gewässern und sieht eine Reduzierung des Fischfangs für einige Arten durch Fischereiboote der EU vor, insbesondere für Meeresmollusken, die als Tintenfische bekannt sind und Kraken und Kalmare sowie demersale Arten umfassen. Der Tintenfischfang wird um 30 Prozent reduziert und der Fischfang für demersale Arten wird um etwa 60 Prozent verringert. Zur Sicherstellung der dauerhaften Überwachung der Fischereiressourcen sieht das Abkommen eine erweiterte wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen der EU und Mauretanien vor. Es wird ein gemeinsamer wissenschaftlicher Ausschuss eingerichtet, der ein jährliches Wissenschaftsprogramm, das auf die Verbesserung des Wissens in Bezug auf die Bestände und das Ökosystem abzielt, umsetzen sowie einen jährlichen Wissenschaftsbericht über den Zustand der von dem Abkommen abgedeckten Ressourcen erstellen soll. Es wird außerdem die Möglichkeit der Durchführung experimenteller Forschungsstudien zur Bestimmung der Fischereimöglichkeiten und Nutzungsoptionen bei gleichzeitiger Sicherstellung der Erhaltung der Ressourcen und des Ökosystems in Betracht gezogen. Darüber hinaus sieht das Abkommen zehn Millionen EUR pro Jahr zur Unterstützung von Maßnahmen wie der Verbesserung der Hafeninfrastrukturen, einer verstärkten Kontrolle der Fischfangaktivitäten und der Modernisierung der handwerklichen Fischerei vor. Die Lizenzgebühren, die von den Eigentümern der unter diesem Abkommen eingesetzten Fischereiboote zu entrichten sind, werden abhängig von der betreffenden Fischerei variieren und könnten weitere 22 Millionen EUR pro Jahr einbringen. Der Fischereikommissar der EU Joe Borg sagte bei der Bekanntgabe des Abkommens: "Dieses größte Abkommen mit einem afrikanischen Land ist ein wichtiger Durchbruch. Das neue Partnerschaftskonzept wird von gegenseitigem Nutzen für die EU und Mauretanien sein, was Arbeitsplätze, eine verstärkte Überwachung und Kontrolle, die Erhaltung der Ressourcen gemäß der wissenschaftlichen Beurteilung und den Umweltschutz betrifft."

Länder

Mauretanien

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