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Finnlands Weg zur Förderung der Innovation

Die finnische Regierung hat eine neue nationale Strategie vorgestellt, mit der ihre Innovationsagenda "up to date" gehalten werden soll. Viele Finnen sind der Meinung, dass die sehr erfolgreiche Forschungs- und Innovationsagenda des Landes nicht so wettbewerbsfähig ist, wie si...

Die finnische Regierung hat eine neue nationale Strategie vorgestellt, mit der ihre Innovationsagenda "up to date" gehalten werden soll. Viele Finnen sind der Meinung, dass die sehr erfolgreiche Forschungs- und Innovationsagenda des Landes nicht so wettbewerbsfähig ist, wie sie sein könnte, obwohl die finnische Wirtschaft die wettbewerbsfähigste weltweit ist. Der neue Bericht mit dem simplen Titel "Wissenschaft, Technologie, Innovation" erläutert eine nationale Strategie, die vom finnischen Wissenschafts- und Technologierat koordiniert und von dem finnischen Premierminister Matti Vanhanen geleitet wird. In dem Bericht werden spezifische Bereiche aufgelistet, in denen die Strategie Wirkung zeigen soll, sowie spezifische Märkte, auf die man sich konzentrieren soll. Darüber hinaus werden Bereiche genannt, die stärker gefördert werden sollen, und ehrgeizigere Ziele für Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen (Forschung und Entwicklung - F&E) gesetzt. In einer Stellungnahme der finnischen Regierung wird das Programm erläutert, das "bis zum Ende des Jahrzehnts die F&E-Intensität (Anteil des BIP, der in Forschung investiert wird) von derzeit 3,5 Prozent auf 4 Prozent erhöhen soll". 2004 beliefen sich die durchschnittlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung EU-weit auf lediglich 1,9 Prozent des BIP. Aktuelle Forschung hat gezeigt, dass eine Erhöhung der Investitionen in F&E enorme Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum haben wird. Es wird mit einem Wachstum von zehn Prozent gerechnet. Die Gründe für eine Neuformulierung der Strategie sind "mehr Beschäftigung, Produktivitätssteigerung und internationale Wettbewerbsfähigkeit. In diesem Zusammenhang spielen Forschung, Entwicklung neuer Technologien, Nutzung ihrer Ergebnisse und Förderung der sozialen und technologischen Innovationsmaßnahmen eine entscheidende Rolle", heißt es weiter in dem Bericht. Die Strategie soll in fünf Schlüsselbereichen Wirkung zeigen: - Förderung des Innovationssystems und seiner Selbsterneuerungsfähigkeit; - Stärkung der Kompetenzbasis; - Verbesserung der Qualität und Konzentration auf die Forschung; - Förderung der Anwendung und Kommerzialisierung von Forschungsergebnissen; - Sicherung wirtschaftlicher "Voraussetzungen", einschließlich der Humanressourcen. In dem Bericht werden fünf Schlüsselbereiche für Forschung genannt. Der erste Bereich sind strategische Exzellenzzentren in Wissenschaft, Technologie, Innovation auf folgenden Gebieten: Energie und Umwelt; Metallprodukte und Maschinenbau; Forstwirtschafts-Cluster; Gesundheit und Wohlergehen; Informations- und Kommunikationsindustrie und -dienstleistungen. Das finnische Ministerium für Handel und Industrie und das Bildungsministerium werden einen Ausschuss zur Leitung und Bewertung von Maßnahmen für die Entwicklung dieser Bereiche einberufen. Um zu gewährleisten, dass diese Bereiche effizient genutzt werden, wird in dem Bericht die andauernde Entwicklung und Verbesserung der Forschungsstrukturen vorgeschlagen, einschließlich eines speziellen Karrieresystems für Forscher, womit eine Erhöhung der Anzahl der Forscherstellen einhergeht. Die Regierung stellt zudem fest, dass "neue Finanzierungsverfahren und -quellen notwendig sind, um nationale Infrastrukturen - Forschungsausrüstung und -einrichtungen, Sammlungen, Datenbanken usw. - zu entwickeln". Zu diesem Zweck wird ein öffentlich-privater Ausschuss langfristige Anforderungen bewerten und fachmännische Beratung zu neuen Infrastrukturprojekten geben. Die finnischen Vorschläge umfassen ein Programm zur Erhöhung der öffentlichen Ausgaben für Forschung, wobei besonderes Augenmerk auf folgende Punkte gelegt wird: - strategische Exzellenzzentren; - Entwicklung von Forscherlaufbahnen; - grundlegende Finanzierung für Universitäten; - Infrastrukturen; - technologische Forschung und Weiterbildung; - wettbewerbsfähige Finanzierung für Wissenschaft und Technologie (W&T). Laut Plan sollen außerdem fragmentierte Finanzierungsströme gebündelt werden, um so umfangreiche Forschungsprojekte unterstützen zu können, unabhängig davon, ob die Mittel aus nationalen oder internationalen Quellen stammen.

Länder

Finnland

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