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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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Tekes: Erstes Programm für Industriedesign bereits ein Erfolg

Die finnische Agentur für Technologie- und Innovationsförderung Tekes schließt zurzeit die Bewertung ihres ersten Programms für Industriedesign ab. Obwohl der Schlussbericht noch nicht veröffentlicht ist, liegen bereits positive Ergebnisse des Programms vor. Tekes fördert vo...

Die finnische Agentur für Technologie- und Innovationsförderung Tekes schließt zurzeit die Bewertung ihres ersten Programms für Industriedesign ab. Obwohl der Schlussbericht noch nicht veröffentlicht ist, liegen bereits positive Ergebnisse des Programms vor. Tekes fördert von Universitäten und Unternehmen durchgeführte Projekte mit staatlichen Mitteln. Viele Fördermittel werden nach dem reaktiven Prinzip vergeben, das heißt Tekes wartet darauf, dass Forscher Projektideen einreichen. Das Programm für Industriedesign war dagegen proaktiver und die staatlichen Mittel gingen an Unternehmen. "Industriedesign und Design sind zwei unterschiedliche Dinge", betont Janne Viemer von Tekes gegenüber CORDIS-Nachrichten. "Design entspringt der Fantasie des Gestalters. Industriedesign geht dagegen auf den Endnutzer ein", führt er aus und erläutert, dass Industriedesign auf Ergonomie, Psychologie und Untersuchungen zur Nutzungsfreundlichkeit basieren kann. "Es gibt noch sekundäre Kriterien neben der Technologie, die in die Kaufentscheidung einfließen. Unser Ziel war es, Unternehmen dazu anzuregen, diese Dinge zu berücksichtigen", erklärt Viemer. Tekes stellte daher ein Budget in Höhe von 10 Mio. EUR über einen Zeitraum von vier Jahren bereit. Voraussetzung für die Förderung war unter anderem, dass Partnerschaften außerhalb von Finnland bestehen, ein interdisziplinärer Charakter vorliegt und vor allem, dass die gesamte Produktionskette verändert wird. "Wir wollten den Unternehmen Instrumente für Design an die Hand geben und sie nicht nur mit Fördermitteln in der Entwicklungsphase unterstützen. Investitionen in Wissen zahlen sich langfristig mehr aus", so Viemer. Die Ergebnisse des Programms können sich sehen lassen. 80 Prozent der beteiligten Unternehmen haben konkrete Ergebnisse mit ihrer Teilnahme erzielt; viele berichteten über einen höheren Umsatz und neue Produkte. Rund 100 Unternehmen wurden gefördert und 20 Doktoranden erhielten Unterstützung im Rahmen des Programms. Dies ist besonders beeindruckend, wenn man bedenkt, dass vor dem Programm nur rund zehn Personen in Finnland in Industriedesign promoviert hatten. "Wir haben unser Ziel erreicht", so Viemer. Tekes ist mit dem Programm zu Industriedesign so zufrieden, dass es jetzt erweitert werden soll, indem vielleicht die Wissenschaft stärker einbezogen und es auf Bereiche wie Elektronik, Kunststoffe und Dienstleistungen ausgedehnt wird.

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