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Kommission schlägt Umweltstrategie zum Schutz des Mittelmeerraums vor

Die Europäische Kommission hat eine Umweltstrategie zur Säuberung und zum Schutz des Mittelmeerraums vorgestellt. Darin ist unter anderem die Verbesserung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit unter dem Siebten Rahmenprogramm vorgesehen. Trotz über dreißig Jahren internation...

Die Europäische Kommission hat eine Umweltstrategie zur Säuberung und zum Schutz des Mittelmeerraums vorgestellt. Darin ist unter anderem die Verbesserung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit unter dem Siebten Rahmenprogramm vorgesehen. Trotz über dreißig Jahren internationaler Umweltschutzbemühungen in Bezug auf das Mittelmeer verschlechtert sich der Zustand dieses einzigartigen Ökosystems zunehmend infolge der Verschmutzung durch Industrie, Schifffahrt und private Haushalte, während die Ökosysteme an den Küsten wie z. B. Wälder Bauvorhaben weichen müssen. Die Strategie der Kommission zielt auf die Verringerung der Verschmutzung in der gesamten Region, die Förderung einer nachhaltigen Nutzung des Meeres und der Küste, die Stärkung der Zusammenarbeit der Nachbarländer in Umweltfragen sowie die Unterstützung dieser Länder beim Aufbau geeigneter Einrichtungen und bei der Einführung wirksamer Maßnahmen im Bereich des Umweltschutzes ab. "Wir müssen uns für die wirtschaftliche Entwicklung des Mittelmeerraums und für den Schutz der Gesundheit der Menschen in der Region einsetzen", so EU-Umweltkommissar Stavros Dimas. "Unsere Strategie zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen der EU, unseren Nachbarn im Mittelmeerraum und den betreffenden internationalen Organisationen neu zu beleben und auszubauen. Nur so können wir die Umwelt und die natürlichen Ressourcen im Mittelmeerraum langfristig schützen. Gelingt uns das nicht, so hat dies möglicherweise irreparable Schäden zur Folge." Eine wichtige Grundlage der Strategie bildet die Initiative "Horizont 2020", die von den Staats- und Regierungschefs der europäischen Länder und der Mittelmeeranrainerstaaten ins Leben gerufen wurde, um die Hauptursachen für die Verschmutzung im Mittelmeerraum bis zum Jahr 2020 anzugehen. Die im Rahmen der Initiative "Horizont 2020" durchzuführenden Aktivitäten fallen in vier Kategorien, darunter Forschung. Unter dem Fünften und Sechsten Rahmenprogramm finanzierte Projekte haben bereits zu unserem Verständnis der mediterranen Umwelt und unserer Auswirkungen darauf beigetragen. Beispiele sind unter anderem Projekte zu Wasserfragen, Meeresverschmutzung, Meeres- und Küstenforschung sowie Auswirkungen des Klimawandels. Die Initiative soll die wissenschaftliche Zusammenarbeit unter dem RP7 in vorrangigen Bereichen von Bedeutung für die Region verbessern. Hierzu gehören Gesundheit, Lebensmittel, Landwirtschaft und Biotechnologie, Produktionstechnologien, Energie, Umwelt (einschließlich Klimawandel), Bodenschutz und Verkehr. Außerdem werden Forschungsinitiativen unter Beteiligung von Organisationen aus der EU sowie Partnern aus Nachbarländern unterstützt, insbesondere in den Bereichen Wasser, biologische Vielfalt und kulturelles Erbe. Internationale Stipendien und Austauschprogramme für Forscher sollen zur Förderung engerer Beziehungen zwischen den Ländern rund ums Mittelmeer beitragen. Die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) der Europäischen Kommission wird ebenfalls Forschungsunterstützung für das Projekt bereitstellen, insbesondere in den Bereichen Klimawandel, nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen (Wälder, Böden, Süßwasser), Meeres- und Küstenumfeld, Infrastrukturen für raumbezogene Daten und Nutzung erneuerbarer Energien. Mit der Strategie verfolgt die Kommission das Ziel, die Verbindungen zwischen dem RP7 und den Umweltkomponenten der EU-Nachbarschaftspolitik durch eine bessere Ausrichtung der Forschungsthemen zu verstärken. Die Strategie umfasst einen Zeitplan für die Maßnahmen von Horizont 2020 bis zum Jahr 2013. Eine endgültige Fassung des Zeitplans soll auf der Tagung der Euro-Med-Umweltminister am 20. November in Kairo, Ägypten, verabschiedet werden.

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