Kommission genehmigt staatliche Beihilfen für Forschungsprogramm unter französischer Leitung
Die Europäische Kommission hat staatliche Beihilfen für ein Forschungsprogramm zu neuen, umweltfreundlichen Stoffen und Verfahren genehmigt, an dem vier europäische Länder beteiligt sind. Die "Agence française de l�innovation industrielle" meldete die Beihilfe für das BioHub-Projekt Anfang 2006 an. An dem Programm unter der Leitung des Stärkeproduzenten Roquette sind weitere Unternehmen aus Frankreich, Deutschland, Belgien und den Niederlanden beteiligt. Durch das Programm BioHub sollen zum einen Produkte aus erneuerbaren Rohstoffen und zum anderen Herstellungsverfahren, in denen Biotechnologie petrochemische Prozesse ersetzt, entwickelt werden. Auf diese Weise hilft das Programm auch bei der Suche nach Wegen, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. "Die Entwicklung der Biochemie und die Förderung der Biotechnologie sind für Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiges Wachstum der europäischen Wirtschaft von entscheidender Bedeutung", erklärte das für Wettbewerbsfragen zuständige Kommissionsmitglied Neelie Kroes. "BioHub ergänzt die Initiativen der Gemeinschaft in dem Bereich." Die Gesamtkosten belaufen sich auf 88 Mio. EUR für fünf Jahre. Etwa 50 Prozent der Projektkosten werden durch die staatliche Beihilfe abgedeckt, von denen 21,5 Mio. EUR in Form von Zuschüssen und 20,3 Mio. EUR in Form von rückzahlbaren Vorschüssen ausgezahlt werden. Die Beihilfe für das Programm erfüllt nach Auffassung der Kommission die im geltenden Gemeinschaftsrahmen für staatliche Forschungs- und Entwicklungsbeihilfen festgelegten Voraussetzungen. Die Maßnahme hat ferner voraussichtlich einen bedeutenden Anreizeffekt, der es den Unternehmen erlaubt, mehr Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten durchzuführen, als das sonst der Fall wäre. Die "Agence de l�innovation industrielle" wurde 2005 gegründet. Die Agentur hat den Auftrag, groß angelegte strategische Programme mit starker FuE-Komponente auszuwählen, zu finanzieren und zu bewerten. An den zur Finanzierung ausgewählten Programmen nehmen große Industrieunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Forschungsinstitute gemeinsam teil.
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