EIROforum unterstützt Europäische Magna Carta für Forscher
EIROforum, eine Gruppe von sieben europäischen zwischenstaatlichen, wissenschaftlichen Forschungsorganisationen, hat eine Unterstützungserklärung für die Europäische Charta und den Verhaltenskodex für Forscher unterzeichnet. EIROforum unterstützt die freiwilligen Empfehlungen der Europäischen Kommission, die die Schaffung eines international wettbewerbsfähigen Europäischen Forschungsraums (EFR) mit motivierten, hoch qualifizierten Forschern beabsichtigt, "die in einem unterstützenden Forschungsumfeld und einer unterstützenden Arbeitskultur tätig sind". "Die EIROforum-Partner begrüßen diese wertvolle Initiative der Europäischen Kommission sehr", so William G. Stirling, Vorsitzender von EIROforum. "Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung Umsetzung des Europäischen Forschungsraums." Die Europäische Charta für Forscher bezieht sich auf die Rollen, Verantwortlichkeiten und Rechte von Forschern und deren Arbeitgebern. Sie zielt darauf ab sicherzustellen, dass die Beziehung zwischen diesen Parteien zu erfolgreichen Leistungen bei der Schaffung, dem Transfer und dem Austausch von Wissen sowie zur Laufbahnentwicklung von Forschern beiträgt. Mit dem Verhaltenskodex für die Einstellung von Wissenschaftlern will die Europäische Charta für Forscher die Einstellungspraxis verbessern, etwa durch fairere und transparentere Gestaltung des Auswahlprozesses. Ferner schlägt sie mehrere Möglichkeiten der Leistungsbewertung anhand von Kriterien wie Lehre, Überwachung, Teamarbeit, Wissenstransfer, Management und Sensibilisierungstätigkeiten vor. In ihrer auf der EIROforum-Versammlung am 15. November unterzeichneten Erklärung erklärten die sieben EIROforum-Organisationen, sie würden die in der Charta und dem Kodex enthaltenen Grundsätze unterstützen und die Empfehlungen als interne Praktiken innerhalb ihrer eigenen Organisationen umsetzen. EIROforum ist eine Zusammenarbeit zwischen sieben europäischen zwischenstaatlichen, wissenschaftlichen Forschungsorganisationen: der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN), dem Europäischen Abkommen zur Entwicklung der Fusionsforschung (EFDA), dem Europäischen Labor für Molekularbiologie (EMBL), der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), der Europäischen Organisation für astronomische Forschung in der südlichen Hemisphäre (ESO), der Europäischen Synchrotron-Strahlungsanlage (ESRF) und dem Institut Laue-Langevin (ILL). Diese Organisationen stehen für Spitzenleistungen in der europäischen Wissenschaft und betreiben einige der größten Forschungsinfrastrukturen weltweit, was europäischen Wissenschaftlern ermöglicht, sich an wirklicher Spitzenforschung zu beteiligen und weltweit wettbewerbsfähig zu sein.