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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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Die Zukunft ist er-fassbar

Der gegenwärtig heißeste Trend in der Informationstechnologie (IT) mag zwar das sogenannte Ubiquitous Computing, die allgegenwärtige Computertechnik, sein, aber ein von der EU gefördertes Projekt setzt entgegen dem Trend auf "er-fassbare" Datenverarbeitung, "Palpable Computing...

Der gegenwärtig heißeste Trend in der Informationstechnologie (IT) mag zwar das sogenannte Ubiquitous Computing, die allgegenwärtige Computertechnik, sein, aber ein von der EU gefördertes Projekt setzt entgegen dem Trend auf "er-fassbare" Datenverarbeitung, "Palpable Computing". Das Team des auf vier Jahre angelegten Projekts, das mit 9 Mio. EUR unter dem Programm "Technologien der Informationsgesellschaft (IST)" des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) gefördert wird, hat gerade eine Zeitschrift herausgegeben, in der es seine Vision der nächsten Ebene der integrierten Computertechnik und ihrer qualitativen Verbesserungen skizziert. "Mit unserer neuen Zeitschrift stellen wir der Öffentlichkeit unsere Vision des 'Palpable Computing' vor. Wir möchten Verständlichkeit und Kontrolle über die eigenen Informationen auf die Tagesordnung der Systementwickler setzen und in die Hände der Nutzer legen", erklärt der Projektkoordinator Morten Kyng von der Universität Aarhus. Die ubiquitäre Computertechnik beschäftigt sich mit der situationsbezogenen Nutzung der Technologie, indem sie die Informatik in die Umwelt einbettet und sie "im wörtlichen Sinne sichtbar aber effektiv unsichtbar" macht. Das Projekt PalCom dagegen hinterfragt dieses herkömmliche Konzept der ubiquitären Computertechnik und bietet einen moderneren IT-Designansatz. "'Palpable Computing' ist im Grunde ubiquitäre Computertechnik - nur richtig. In ihrer ursprünglichen Bedeutung konzentrierte sich die ubiquitäre Computertechnik darauf, die Technologie zu nutzen und gleichzeitig unsichtbar zu machen. Aber wenn sich herausstellt, dass die Werkzeuge die anstehende Aufgabe nicht lösen können, oder wenn das System abstürzt, dann muss man die Werkzeuge sehen, um mit ihnen experimentieren und sie auch reparieren zu können", so Professor Kyng. Das PalCom-Forschungsteam geht davon aus, dass neue Entwicklungswerkzeuge und ein neuer Designansatz für Informationssysteme gebraucht werden, damit die Anforderungen einer Zukunft mit ubiquitärer IT erfüllt werden können. "Das 'Palpable Computing' schafft ein Spektrum der Sichtbarkeit. Man kann sich ein Gerät vorstellen, dass sichtbar ist, wobei sichtbar hier bedeutet, es ist ästhetisch ansprechend und seine Nutzung macht Spaß. Am anderen Ende des Spektrums liegen immer wiederkehrende Abstürze und Fehler. Dann muss man das System sehen können, um herauszufinden, was schief gegangen ist und wie der Fehler behoben werden muss", erklärt Professor Kyng, der Erfinder des Begriffs "Palpable Computing". Die PalCom-Forscher beschäftigen sich zunächst vornehmlich mit Anwendungen in Bereichen wie Gesundheit, Notfalldienste und Landschaftsarchitektur, wo sie ihre Ideen an Geräte-Prototypen testen können, die alle unter einem einzigen Kommunikationssystem funktionieren. Eines der wichtigsten Ergebnisse des PalCom-Projekts wird eine Toolbox sein, die "Palpable Computing"-Anwendungen, Software-Architektur und Design-Leitlinien für professionelle Entwickler enthält. Professor Kyng erläutert: "Mit 'Palpable Computing' wird die Technologie ein stärker integrierter und dynamischerer Teil unseres Lebens. Sie hat das Potenzial, Technologie von etwas eher Statischem zu etwas Flexiblem zu machen, das wir tagtäglich ändern und anpassen können, genau wie wir es mit dem Inhalt unserer Tasche oder unseres Küchenschranks tun."

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