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ERA-Can steuert Forschungsaustausch zwischen Europa und Kanada

Janet Panford ist noch neu in ihrer Position als Leiterin von ERA-Can, äußert sich aber bereits begeistert und zuversichtlich darüber, was diese Initiative, mit der die Zusammenarbeit zwischen kanadischen und europäischen Forschern gestärkt werden soll, erreichen kann. ERA-C...

Janet Panford ist noch neu in ihrer Position als Leiterin von ERA-Can, äußert sich aber bereits begeistert und zuversichtlich darüber, was diese Initiative, mit der die Zusammenarbeit zwischen kanadischen und europäischen Forschern gestärkt werden soll, erreichen kann. ERA-Can wurde von der Kommission und acht kanadischen Organisationen unter dem Sechsten Rahmenprogramm (RP6) gegründet. Mithilfe von elektronischen Mitteln und Veranstaltungen soll es für eine stärkere Aufmerksamkeit für die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen den Forschergemeinschaften in Kanada und Europa sorgen. Dr. Panford versteht ihre Arbeit als eine verkehrsleitende Tätigkeit - sie wird Forscher aus den beiden Regionen miteinander in Kontakt bringen, indem sie einen elektronischen Newsletter und eine Datenbank, ebenso wie Workshops, Seminare, Informations- und Kontaktveranstaltungen einsetzt. "Ich musste herüberkommen, um die richtigen Antworten zu erhalten", sagte Frau Dr. Panford den CORDIS-Nachrichten während ihres Aufenthalts in Brüssel am 9. Februar. Die kanadischen Forschungsgemeinschaften hatten sie mit Fragen zur Zusammenarbeit "bombardiert". "Ich werde diese Informationen mit zurücknehmen und auch die Europäer über das Potenzial in Kanada informieren." Noch ist ERA-Can eine Ein-Frau-Unternehmung. Es ist aber bereits geplant, Dr. Panford eine Assistentin oder Assistenten zur Verfügung zu stellen. Die Neuigkeiten über ERA-Can verbreiten sich, was natürlich mehr Arbeit für seine Leiterin bedeutet. Der Initiative stünden rund zwei Jahre zur Verfügung, um ihren Wert zu beweisen, und sollte die Bewertung positiv ausfallen, würden die Möglichkeiten für eine längerfristige Finanzierung zu diesem Zeitpunkt erwogen werden, sagt Patricia Ockwell, kanadische Botschaftsrätin für Wissenschaft und Technologie in Brüssel. Bei der letzten Zählung waren in Kanada 83 Forschungsteams an 73 Projekten unter RP6 beteiligt, wobei diese Zahl womöglich höher liegt, da kanadische Forscher nicht verpflichtet sind, die kanadischen Behörden über ihre Beteiligung zu informieren. Mit über 20 Projekten ist die kanadische Beteiligung im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) besonders stark. "Es besteht Spielraum zur Nutzung der bestehenden Möglichkeiten. Die Beteiligung war konstant", sagt Frau Ockwell. Es sei ihr persönliches Ziel, die kanadische Beteiligung mit dem Start des RP7 zu verdoppeln, sagt Frau Dr. Panford. "Der Erfolg lässt sich in erhöhter Aufmerksamkeit messen und dies würde sich in eine stärkere Beteiligung am RP7 und anderen Programmen umsetzen lassen", fügt sie hinzu. Aber eine größere Beteiligung am Rahmenprogramm ist nicht der einzige Hinweis auf einen Erfolg. Derzeit gibt es sehr viele kleinere Partnerschaften. "Meine Vision ist, diese wachsen zu sehen, zu sehen, wie sich diese Cluster miteinander verbinden", sagt Frau Dr. Panford. Aufgrund der geografischen Lage Kanadas in direkter Nachbarschaft zu den USA und zu Europa auf der anderen Seite des Atlantiks könnte man ein begrenztes Interesse an einer Zusammenarbeit mit Europa erwarten. Die USA sind zwar Kanadas Hauptpartner, aber in Sachen Forschung hat die Zusammenarbeit mit Europa einen fast genauso hohen Stellenwert wie mit den USA. Aus historischer Sicht hat Kanada ein enges Verhältnis zu Europa, und mit vielen Herausforderungen, vor denen Europa heute steht, wie eine alternde Bevölkerung, sieht sich auch Kanada konfrontiert. Während manche Europäer die geografische Lage Kanadas als ein Hindernis für eine Zusammenarbeit ansehen, sind die Kanadier dagegen an weite Entfernungen gewöhnt. Man fliegt schneller nach Europa als von einer kanadischen Stadt zur anderen, was nach den Worten der ERA-Can-Leiterin bedeutet, dass "in der Vergangenheit die Entfernung als Ausrede benutzt wurde, die heute jedoch nicht mehr zählt". Aufgrund der geografischen Begebenheiten Kanadas sind seine Forscher darin geübt, oft auch im virtuellen Sinn mit anderen, weit entfernten Personen zusammenzuarbeiten. "Kanadier sind daran gewöhnt, Dinge über weite Entfernungen hinweg zum Laufen zu bringen", sagt Frau Dr. Panford.

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