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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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Laut Umfrage erhalten Asthmatiker nicht die beste Versorgung

Der weitaus größte Teil der sechs Millionen ernsthaft unter Asthma leidenden Menschen in Europa erhält nicht die bestmögliche Versorgung, und 1,5 Millionen von ihnen leben mit der ständigen Angst vor einem nächsten folgenschweren Anfall, stellt ein neuer, im Magazin Allergy ve...

Der weitaus größte Teil der sechs Millionen ernsthaft unter Asthma leidenden Menschen in Europa erhält nicht die bestmögliche Versorgung, und 1,5 Millionen von ihnen leben mit der ständigen Angst vor einem nächsten folgenschweren Anfall, stellt ein neuer, im Magazin Allergy veröffentlichter Bericht der European Federation of Allergy and Airways Diseases Patients Associations (EFA) fest. Der Bericht mit dem Titel "The limitations of severe asthma: the results of a European survey" (Die Einschränkungen von schwerem Asthma: Ergebnisse einer europäischen Umfrage) bezieht sich auf Informationen von 1 300 Menschen aus Frankreich, Spanien, Deutschland, Schweden und dem Vereinigten Königreich. Die Forschungsarbeit deckte auf, dass 90 % der Menschen mit schwerem Asthma nicht optimal versorgt werden, dass 70 % nicht in der Lage sind, an sportlichen Aktivitäten teilzunehmen, und dass ein Fünftel mindestens einmal pro Woche einen Anfall mit Einschränkungen beim Sprechen erleidet. Insgesamt 30 Millionen Menschen in Europa leiden an Asthma; allein in Westeuropa tötet es pro Stunde einen Menschen. Die EFA glaubt, dass die meisten dieser Todesfälle durch einen effektiveren Umgang mit der Krankheit vermieden werden könnten. Auf die Frage, was sie von ihren Regierungen erwarten würden, antwortete ein Drittel, sie wünschen sich, dass mehr Geld in Forschung investiert würde, während 16 % ein Rauchverbot an öffentlichen Orten forderte. In Hinsicht hierauf begrüßt die EFA die Tatsache, dass die EU Atemwegserkrankungen und Allergien zum Gegenstand ihrer Forschungspolitik unter dem Siebten Rahmenprogramm (RP7) gemacht habe. "Wir sind erfreut über die Initiativen der Europäischen Union, der Atemwegsforschung einen höheren Stellenwert einzuräumen, und über die Schritte, die für die Durchsetzung des legitimen Rechts der Menschen auf saubere Innenluft gemacht wurden", sagte EFA-Vizepräsidentin Marianella Salapatas. "Trotzdem bestätigen die Ergebnisse von 'The Limitations of Severe Asthma', dass sich der Grad der Asthmapflege und -kontrolle in Europa im Ganzen nicht verbessert." Der Herausgeber des Magazins Allergy beschreibt den Bericht als maßgeblich. "Dies ist der erste Bericht, der eine wertvolle qualitative Bewertung über die Auswirkungen von schwerem Asthma auf die Lebensqualität der Menschen liefert und die oftmals unangemessenen Versorgungsstandards, die auf dem Kontinent herrschen, offenlegt", schreibt er in einer Stellungnahme. "Die jüngste Abstimmung des Europäischen Parlaments über das Siebte Rahmenprogramm, um sicherzustellen, dass Forschung zur Atemwegsgesundheit höhergestuft wird, ist ein bedeutender Schritt vorwärts im Kampf zur Verbesserung der Versorgung von Menschen mit schwerem Asthma. Trotzdem bleibt eine echtes und dringendes Bedürfnis für weitere Kooperationen und Zusammenarbeiten zwischen Patienten, Nichtregierungsorganisationen, Forschungseinrichtungen und Regierungen bestehen, um Informationen und Fachwissen auszutauschen und die Qualität der Behandlung und Versorgung von Menschen mit Asthma in Europa und der ganzen Welt zu verbessern", schließt er ab.

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