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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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Forscher stellen Verbindung zwischen Protein und dem Absterben von Hirnzellen her

Finnische Forscher haben einen neuen molekularen Signalweg entdeckt, der mit dem Absterben von Hirnzellen zusammenhängt und somit eine bedeutende Rolle bei neurologischen Erkrankungen wie Alzheimer, Epilepsie und Schlaganfällen spielt. Die Forschungsarbeit, die im Internet v...

Finnische Forscher haben einen neuen molekularen Signalweg entdeckt, der mit dem Absterben von Hirnzellen zusammenhängt und somit eine bedeutende Rolle bei neurologischen Erkrankungen wie Alzheimer, Epilepsie und Schlaganfällen spielt. Die Forschungsarbeit, die im Internet von dem Fachmagazin "Nature Neuroscience" veröffentlicht wurde, wurde im Rahmen des von der EU finanzierten Projekts "STRESSPROTECT" durchgeführt, das die Mechanismen untersucht, aufgrund derer die Überstimulation von Hirnzellen zum Absterben dergleichen führt. Dieser Vorgang wird als Exzitotoxizität bezeichnet. Exzitotoxizität kann viele Bereiche des Gehirns treffen und durch eine Reihe von Ereignissen ausgelöst werden. Dazu gehören beispielsweise Ischämie, Gehirnverletzungen und sonstige neurodegenerative Erkrankungen. Die Forscher wissen, dass die Zerstörung von Hirnzellen durch Überstimulierung mit dem Eindringen großer Kalziummengen in die Zelle zusammenhängt. Wie genau das Kalzium bei der Zelle jedoch die Selbstzerstörung auslöst, ist bisher noch nicht geklärt. Im Rahmen der neusten Studie haben die Wissenschaftler die Rolle eines Proteins namens Rho bei dem Vorgang untersucht. Rho gehört zu einer Proteinfamilie, die Signale im Zusammenhang mit der Zelldegeneration beeinflussen kann. Außerdem ist bekannt, dass Rho an der Entstehung von Krebs und der Zerstörung von Neuronen im Krankheitsfall beteiligt ist. Die Forscher haben herausgefunden, dass die Überstimulierung von Hirnzellen dazu führt, dass Rho zusammen mit den verschiedenen Stufen der Zellzerstörung aktiviert wird. Im Gegensatz dazu konnte das Protein durch das Blockieren der Rho-Aktivität in einen inaktiven Zustand versetzt werden, wodurch es wiederum der Nervenzelle ermöglicht wurde, verschiedene Stufen der Überstimulierung zu überstehen, die bei aktiviertem Rho zu ihrem Tod geführt hatten. "Durch diese überraschenden Entdeckungen hat sich auf der Karte der neurodegenerativen Signalisierungsprozesse ein vollkommen neuer Weg aufgetan", so Dr. Michael Courtney, einer der Autoren der Arbeit, von der Universität Kuopio, Finnland. "Dieser Forschungsbereich könnte daher neuartige Behandlungsmethoden bei neurodegenerativen Erkrankungen bieten".

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