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Projekt entwickelt intelligente Häuser gegen den Klimawandel

Das Programm Smart Energy Home (SEH) ist eine Initiative der europäischen Technologieplattform für nachhaltige Chemie (SusChem) und hat sich zum Ziel gesetzt, den Einsatz innovativer und nachhaltiger Elemente bei Wohnhäusern anzukurbeln. In seinem aktuellen Bericht über die ...

Das Programm Smart Energy Home (SEH) ist eine Initiative der europäischen Technologieplattform für nachhaltige Chemie (SusChem) und hat sich zum Ziel gesetzt, den Einsatz innovativer und nachhaltiger Elemente bei Wohnhäusern anzukurbeln. In seinem aktuellen Bericht über die Wege zur Entschärfung des Klimawandels hat der Zwischenstaatliche Ausschuss zur Klimaänderung (IPCC) die Energieeffizienz in Gebäuden als einen Bereich identifiziert, in dem eine CO2-Reduzierung mit einem wirtschaftlichen Nutzen erreicht werden kann. Zu den weiteren Vorteilen energieeffizienterer Häuser gehören verbesserte Raum- und Außenluft, ein besseres Wohlbefinden und erhöhte Energiesicherheit. "Möglichkeiten, den Ausstoß von Treibhausgasen im Bausektor zu reduzieren, gibt es weltweit", schreibt der IPCC. "Allerdings wird die Realisierung dieses Potenzials durch zahlreiche Hindernisse erschwert. Dazu gehören die Verfügbarkeit der Technologie, Finanzierung, Armut, höhere Kosten für zuverlässige Informationen, der Architektur anhaftende Einschränkungen sowie ein angemessenes Portfolio von Strategien und Programmen." Mit der Initiative Smart Energy Home wollen die SusChem-Partner diese Herausforderungen angehen. Das Projekt wird alle Technologien behandeln, die vom IPCC als Möglichkeiten zur Reduzierung des Energieverbrauchs in Gebäuden identifiziert wurden. Zu den Technologien, die im Handel sind, gehören sparsamere Beleuchtung, sparsamere Haushaltsgeräte, verbesserte Isolierung, Heizung und Kühlung durch Solarenergie sowie alternative Kühlmittel. Bis 2030 stehen voraussichtlich die Technologien für eine integrierte Gebäudearchitektur mit beispielsweise intelligenten Mess- und Kontrollinstrumenten zur Verfügung. Das Projekt dreht sich aber um mehr als nur um Energie; die Partner hoffen auch, innovative Technologien für Gesundheit und Komfort in die Konstruktion neuer Häuser und die Modernisierung bestehender Gebäude integrieren zu können. Den Projektpartnern zufolge würde eine Verstärkung der innovativen Elemente für ein Großteil der neu gebauten Wohnungen in Europa von derzeit durchschnittlich 3.000 Euro auf 15.000 Euro einen beträchtlichen ökologischen und wirtschaftlichen Nutzen bringen, ohne die Wohnkosten wesentlich zu erhöhen. Neben der Beschäftigung mit den Technologien und ihrer Integration in neue Gebäude werden die Projektpartner auch die Aufmerksamkeit für diese Themen innerhalb der Wohnungsbauindustrie und in der breiteren Öffentlichkeit erhöhen. Das Projekt besteht aus drei Hauptelementen. HomeLAB wird sich auf die Integration neuer Produkte, Dienstleistungen und Werkstoffe, die für die Anwendung in Häusern entwickelt werden, konzentrieren. Dies sind zum Beispiel erneuerbare Energie, Abfallentsorgung sowie Sicherheit und medizinische Überwachung. Zur Präsentation des SEH-Konzepts werden DEMOhomes gebaut. In diesen Familienhäusern an drei Orten in Europa werden die Technologien und Werkstoffe eingesetzt, die von HomeLAB und anderen Projekten entwickelt wurden. Die "nachhaltigen Pionier"-Familien, die in diesen Häusern leben, werden dem FuE-Programm dann ihr Feedback zu den Technologien geben. Am Ende wird das Programm supportSMART die durch das Projekt erlangten Kenntnisse an die Bauindustrie weitergeben. Dies wird mithilfe eines Internetportals, Ausbildungsmaßnahmen sowie Material für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit erfolgen. Zurzeit begutachten die Projektpartner die anfänglichen Pläne für das Projekt und hoffen, dass es im September 2007 starten kann. Die Arbeiten an den drei Komponenten (homeLAB, DEMOhomes und supportSMART) würden dann 2008 beginnen.