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Neues EU-Projekt zur Untersuchung von Kleinwuchs

Kürzlich wurde ein neues, von der EU finanziertes Projekt zur Untersuchung der genetischen Ursachen von Kleinwuchs gestartet. An dem Projekt unter dem Namen EuroGrow, das von der Universität Manchester koordiniert wird, nehmen zehn Forschungsorganisationen aus Europa und Aus...

Kürzlich wurde ein neues, von der EU finanziertes Projekt zur Untersuchung der genetischen Ursachen von Kleinwuchs gestartet. An dem Projekt unter dem Namen EuroGrow, das von der Universität Manchester koordiniert wird, nehmen zehn Forschungsorganisationen aus Europa und Australien teil. Es wird mit 3,14 Millionen EUR aus dem Sechsten Rahmenprogramm der EU (RP6) und mit weiteren 500 000 EUR vom Australian Medical Research Council gefördert. Es gibt mehr als 200 Arten von Knochenstörung, die zu Kleinwuchs führen, und wenngleich jede von ihnen einzeln recht selten auftritt, kommt es bei jeder 4 000. Person zu einem kombinierten Auftreten von mehreren Knochenstörungen. Frühere Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass einige dieser Krankheiten durch genetische Mutationen verursacht werden. Nun wollen sich die Forscher den häufigsten Ursachen dieser Erkrankung zuwenden. Näher untersucht werden soll unter anderem die Achondroplasie, die die häufigste Ursache von Kleinwuchs bildet und an der jedes 10 000. Kind leidet. Die Betroffenen erreichen eine durchschnittliche Körperhöhe von lediglich 1,20 Meter und haben unproportional kurze Arme und Beine. Darüber hinaus wollen die Forscher die Pseudoachondroplasie und die kongenitale spondyloepiphysäre Dysplasie untersuchen. Neben dem Kleinwuchs leiden die Betroffenen im Erwachsenenalter auch an schwerer Arthritis. Kurzfristig wollen die Forscher mit ihrer Arbeit die Diagnose derartiger Störungen verbessern und längerfristig neue Behandlungsmethoden entwickeln. "An diesem hoch interessanten Projekt beteiligen sich internationale Experten, und gemeinsam werden wir hoffentlich rasch unser Wissen über die genetischen Ursachen von Kleinwuchs erweitern", so Dr. Mike Briggs von der Universität Manchester. Er äußerte die Hoffnung, dass bis Projektabschluss die wesentlichen molekularen Probleme erforscht sein werden, die diese Krankheiten verursachen, und man der Festlegung potenzieller therapeutischer Ziele ein ganzes Stück näher gekommen sein wird.