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Minister unterstützen Forschungszusammenarbeit rund ums Mittelmeer

Die Forschungszusammenarbeit rund ums Mittelmeer soll intensiviert werden. Das ist ein konkretes Ziel der Abschlusserklärung "Auf dem Weg zu einem Hochschul- und Forschungsraum Europa-Mittelmeer" der ersten Europa-Mittelmeer-Ministerkonferenz zu Hochschulen und wissenschaftlic...

Die Forschungszusammenarbeit rund ums Mittelmeer soll intensiviert werden. Das ist ein konkretes Ziel der Abschlusserklärung "Auf dem Weg zu einem Hochschul- und Forschungsraum Europa-Mittelmeer" der ersten Europa-Mittelmeer-Ministerkonferenz zu Hochschulen und wissenschaftlicher Forschung. An dem Treffen in Kairo, Ägypten, nahmen Vertreter der Forschungsministerien aller 27 EU-Mitgliedstaaten und der zehn Partnerländer der Mittelmeerregion teil. Sie wurde gemeinsam geleitet von Dr. Hany Helal, dem ägyptischen Minister für Hochschulen und wissenschaftliche Forschung, der Bundesministerin für Bildung und Forschung Dr. Annette Schavan sowie Dr. Janez Potocnik, EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung. Bis dato spielten Forschung und Bildung in der Euro-Mittelmeer-Partnerschaft (Euromed), die seit fast zwölf Jahren existiert, nur eine Statistenrolle. Das dürfte sich jetzt ändern, denn in der Erklärung heißt es, dass Hochschulbildung, Forschung und Innovation als Priorität der Euromed-Partnerschaft definiert werden sollen. Im Rahmen der Konferenz vertrat Janez Potocnik die Ansicht, eine intensivere Forschungszusammenarbeit in der Region werde sowohl Europa als auch seinen Nachbarn helfen, den Herausforderungen und Chancen der Globalisierung gegenüberzutreten. "Die Stärkung unserer Partnerschaft wird uns helfen, nützliches Wissen zu generieren, zu verbreiten und auszutauschen und gemeinsame Herausforderungen anzunehmen - sei es im Bereich öffentliche Gesundheit, Wasserwirtschaft, Desertifikation oder erneuerbare Energien", so Potocnik. "Sie wird auch nachhaltige Entwicklung in einer Region unterstützen, die für Frieden, Sicherheit und Stabilität in Europa - und darüber hinaus - von zentraler Bedeutung ist." In der Kairoer Erklärung verpflichten sich die Minister, die Partnerländer aus der Mittelmeerregion in den Europäischen Forschungsraum (EFR) zu integrieren, indem sie die Verbindungen zwischen Exzellenzclustern in der Euromed-Region stärken und die Teilnahme dieser Länder am Siebten Forschungsrahmenprogramm (RP7) fördern. Die Mobilität der Forscher ist ebenfalls Thema der Erklärung: Die Minister fordern eine Vereinfachung der Visumsverfahren für Forscher und Studenten in den Euromed-Ländern. Die Erklärung mahnt auch die Förderung von Innovation und Wissensaustausch in der Region an, zum Beispiel durch die Einrichtung nationaler und regionaler Innovationsfonds oder durch die Kapazitätsbildung im Management von Forschung und Entwicklung (F&E) und Innovation. Die Umsetzung der Erklärung wird vom Monitoring Committee für die Zusammenarbeit zwischen Europa und den Mittelmeerländern im Bereich Forschung und Entwicklung (FTE) überwacht, der dem Euromed-Ausschuss 2008 Bericht erstattet. Im Rahmen einer zweiten euromediterranen Ministerkonferenz zu Hochschulen und wissenschaftlicher Forschung im Jahr 2009 sollen die Ergebnisse bewertet und Pläne für die weitere Zusammenarbeit erstellt werden. Bei der Konferenz unterzeichneten die EU und Ägypten eine neue Finanzhilfevereinbarung über 11 Millionen Euro zur Unterstützung der ägyptischen Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsbemühungen. Das auf vier Jahre angelegte Programm soll die Beteiligung Ägyptens am Europäischen Forschungsraum erleichtern, indem Forschungsverbindungen zwischen Wissenschaftlern in der EU und in Ägypten gestärkt werden. Darüber hinaus einigten sich Deutschland und Ägypten auf ein Programm, das Mittel für junge ägyptische Forscher bereitstellt, die drei bis sechs Monate in Deutschland arbeiten möchten. Diese Vereinbarung wurde im Rahmen des deutsch-ägyptischen Jahres für Wissenschaft und Technologie geschlossen.

Länder

Deutschland, Ägypten

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