Ein Fünftel der Finanzhilfen der Finnischen Akademie fließt in Pionierforschung
Aus einem neuen Bericht der Finnischen Akademie geht hervor, dass ein Fünftel der durch die Akademie geförderten Forschungsprojekte als Hochrisiko- oder Pionierforschung eingestuft werden kann. Der Bericht "Breakthrough Research - Funding for High-risk Research at the Academy of Finland" zeigt, dass rund die Hälfte der Projektvorschläge, die als Pionierforschung eingestuft wurden, Finanzmittel erhielten. Die Förderung wissenschaftlich innovativer aber risikoreicher Forschung war in den vergangenen Jahren ein Thema der laufenden Diskussionen zwischen internationalen Forschungsförderungsorganisationen. Die Gründe dafür lagen sowohl in der Eskalation miteinander konkurrierender unterschiedlicher Forschungssysteme als auch an den wachsenden Schwierigkeiten, wettbewerbsbasierte Forschungsförderung zu erhalten. Viele der durch den neuen Europäischen Forschungsrat (EFR) zu fördernden Projekten sollen Hochrisikoforschung umfassen. Der Bericht beurteilt die internationalen Entwicklungen zur Pionierforschung und bewertet die Diskussionen, die an der Akademie stattgefunden hatten. Die Mission der Akademie ist es, als Forschungsförderungsorganisation sowie auch als Sachverständige in Fragen der Forschungs- und Gesellschaftspolitik aufzutreten. Der Bericht gibt an, es gäbe zu dem Problem der Finanzierung von Hochrisikoforschung und wie dieses gelöst werden sollte in der internationalen akademischen Welt einen mangelnden Konsens. Er empfiehlt der Akademie sich dem Thema durch eine größere Aufmerksamkeit für die Pionierforschung zu nähern, aber auch indem sie einen genaueren konzeptuellen Rahmen verabschiedet, der bei der Bestimmung und Bewertung solcher Projekte unterstützend wirkt. "Die Akademie wird weiterhin neue Initiativen mit innovativem Potenzial durch Mainstreaming unterstützen. Unabhängig von ihrem Forschungsbereich werden Forscher dazu ermuntert, risikoreiche Vorschläge einzureichen, die von höchster wissenschaftlicher Qualität und außergewöhnlich innovativ sind", sagte der Autor des Berichts, Dr. Maunu Häyrynen. Der leitende Berater empfahl auch Anstrengungen zu unternehmen, um Pionierforschung besser in das Bewertungs- und Berichterstattungsverfahren der Akademie zu integrieren. Schließlich gibt der Bericht an, dass die Stärkung der wissenschaftlichen Vielfalt ein zentrales Ziel der Förderung von Pionierforschung ist, und dass die Fördermittel deshalb nicht auf strategische Bereiche beschränkt sein sollten, die durch Prognosen und Bibliometrien hervorgehoben werden. Die jährlichen Fördermittel der Finnischen Akademie belaufen sich auf über 260 Millionen Euro, rund 15% des jährlichen Forschungsetats der finnischen Regierung.
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Finnland