EU und Chile verlängern Kooperationsvereinbarung
Vertreter der Europäischen Union und Chiles haben im Rahmen eines Treffens des Assoziationsrats EU-Chile am 24. Juli in Brüssel ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Innovation und sozialer Zusammenhalt bekräftigt. Die EU stellt für das neue, auf sechs Jahre angelegte Kooperationsprogramm 41 Mio. EUR zur Verfügung. Ziel des Programms ist es, die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Chiles zu fördern. Chile wird einen Beitrag in gleicher Höhe leisten. Die Vereinbarung wurde von der Kommissarin für Außenbeziehungen und Nachbarschaftspolitik, Benita Ferrero-Waldner, sowie dem chilenischem Außenminister, Alejandro Foxley, unterzeichnet. Im Rahmen der Vereinbarung werden die beiden Parteien gemeinsam gewinnbringende Maßnahmen in drei Schwerpunktbereichen entwickeln: Bildung, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit sowie sozialer Zusammenhalt. Im Bereich Hochschulbildung soll der akademische Austausch durch die Schaffung von EU-Studienzentren gefördert werden. Darüber hinaus ist geplant, chilenischen Hochschulabsolventen über das Programm Erasmus Mundus Zugang zu Stipendien in EU-Institutionen zu gewähren. Man geht davon aus, dass diese Verbindungen der nächsten Generation chilenischer Akademiker und Politiker wertvolle Netzwerkmöglichkeiten eröffnen. Eine weitere Priorität ist die Förderung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in Chile. Die Vereinbarung weist darauf hin, dass die Wissenschafts- und Technologieverbindungen zwischen den Universitäten des Landes und der Industrie gestärkt werden müssen und dass Aktivitäten entwickelt werden sollten, die den Innovations- und Technologietransfer fördern. Die Vereinbarung bietet zudem einen Rahmen, in dem dauerhafte Verbindungen zwischen den Wissenschafts- und Technologiegemeinden in der EU und in Chile geknüpft werden können. Es wird jedoch angemerkt, dass alle Kooperationsprojekte, die in diesem Bereich initiiert werden, kohärent sein und die Maßnahmen ergänzen müssen, die bereits im Siebten Rahmenprogramm (RP7) ergriffen wurden. Ein Koordinierungsmechanismus, der unter dem RP7 gefördert werden könnte, sind die W&T-Promotionsplattformen, die im Jahr 2005 mit südamerikanischen Ländern zu spezifischen Themen (mit Chile zu Gesundheit, mit Argentinien zu Biotechnologien, mit Mexiko zu Energie und mit Brasilien zu Umwelt) eingerichtet wurden. Was den sozialen Zusammenhalt betrifft, so sollen Politiken formuliert werden, die eine fairere soziale und steuerliche Lastenverteilung erreichen und die den Zugang zu Gesundheitsversorgung, Beschäftigung und sozialem Schutz verbessern. Sie sollen auch geschlechtsbezogene, ethische und regionale Ungleichheiten reduzieren.
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Chile