EUREKA-Projekt führt zu neuem Modell für den Pflanzenanbau
Britische und niederländische Forscher haben Informatik, Biochemie und Gartenbau kombiniert, um ein effektiveres Modell für die Überwachung des Pflanzenverhaltens und der Wachstumsbedingungen zu entwickeln. Das Projekt wurde von EUREKA unterstützt. Mit dem Instrument können Landwirte Ressourcen besser nutzen, die Pflanzenwirtschaft verbessern und schließlich kostengünstigere und hochwertigere Lebensmittel produzieren. Derzeit sind Experimente in Bezug auf Bewässerung, Besprühen, Temperatur und Nährstoffe - sie alle sollen die Pflanzenpflege optimieren - nur in Echtzeit möglich. "Wir wollten simulieren, wie Pflanzen wachsen, um Landwirten anhand anschaulicherer und günstigerer Methoden zu zeigen, was dabei passiert", sagte Janneke Hadders des niederländischen Partners Dacom Plant-Service. "Unser Ansatz ermöglichte es erstmals, das Verhalten und die dreidimensionale Form auf Ebene der Pflanzenkomponenten einzubeziehen", fügte der Projektkoordinator Lubo Jankovic von InteSys hinzu. Pflanzen interagieren und konkurrieren so um interne und externe Ressourcen. In dieser Untersuchung beobachteten Wissenschaftler das Wachstum von Chrysanthemen - eine Blume, die leicht in Treibhäusern gezogen werden kann, in denen die Bedingungen gesteuert werden können. Es wurden zwei Parameter ausgewählt: Temperatur und Strahlung. Aus der Untersuchung entstand ein dreidimensionales Modell einer virtuellen Pflanze. Die Eingabe verschiedener Parameter wirkt sich unterschiedlich auf die Pflanze aus. So könnten Landwirte beispielsweise vor dem Pflanzenanbau prüfen, welches die optimale Temperatur wäre. Der nächste Schritt ist die Anwendung des Modells auf den Anbau im Freien, insbesondere von Kartoffeln und Zuckerrüben. "Wir arbeiten bereits daran [...] und rechnen damit, in einem oder zwei Jahren Ergebnisse vorlegen zu können", sagte Hadders.
Länder
Niederlande, Vereinigtes Königreich