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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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EP fordert bessere Finanzierung der Forschung zu erneuerbaren Energiequellen

Ein größerer Teil des Haushalts der Europäischen Union sollte in die Forschung zu erneuerbarer Energie investiert werden, heißt es in einem am 25. September verabschiedeten Bericht des Europäischen Parlaments (EP) zu einem "Fahrplan für erneuerbare Energiequellen". Weiter heiß...

Ein größerer Teil des Haushalts der Europäischen Union sollte in die Forschung zu erneuerbarer Energie investiert werden, heißt es in einem am 25. September verabschiedeten Bericht des Europäischen Parlaments (EP) zu einem "Fahrplan für erneuerbare Energiequellen". Weiter heißt es dort, die Forschungs- und Technologieprogramme der EU sollten außerdem in größerem Maße für die Entwicklung erneuerbarer Energien genutzt werden. Die Parlamentarier schlagen vor, dass die bei der Versteigerung der Emissionsrechte erzielten Einnahmen für Forschungen in diesem Bereich eingesetzt werden. Ein besonderes Augenmerk legten sie auf neue Quellen erneuerbarer Energie wie beispielsweise Osmose-, Gezeiten- und Wellenenergie, konzentrierte Solarenergie, Höhenwindkraft, Laddermill-Energie sowie Algenkraftstofftechnologie. Das EP fordert die regionalen und lokalen Behörden und die nichtstaatlichen Organisationen auf, von den im Rahmen des Siebten Rahmenprogramms und der Strukturfonds vorgesehenen Finanzierungsmöglichkeiten Gebrauch zu machen, da dies Forschung ankurbeln sowie Technologien für erneuerbare Energiequellen und die Entwicklung neuer Arten des Transports und der Speicherung von Energie fördern wird. Das Parlament sieht außerdem großes Potenzial in Windenergieanlagen vor der Küste, die wesentlich zur Unabhängigkeit Europas von Energieimporten beitragen könnten. Allerdings sind weiterhin riesige Anstrengungen erforderlich, um dieses Potenzial voll auszunutzen. Das EP fordert daher die Europäische Kommission auf, einen Aktionsplan im Hinblick auf die Windenergieerzeugung vor den Küsten auszuarbeiten - eine Forderung, die von der europäischen Windenergieindustrie begrüßt wird. Dank ihrer Investitionen in Forschung nehmen die Unternehmen der EU im Bereich der erneuerbaren Energiequellen eine Führungsposition auf dem Weltmarkt ein, heben die Abgeordneten hervor. Als Folge tragen diese Industrien bedeutend zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Wettbewerbsfähigkeit der EU bei, welches Ziele sind, die in der Strategie von Lissabon enthalten sind. Aber weitere Investitionen werden benötigt, um das Ziel zu erreichen, dass 20% des Gesamtenergieverbrauchs der EU bis 2020 aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Der Europäische Rat hatte dieses Ziel auf seiner Frühjahrstagung im März 2007 festgesetzt. "Dieser neue Fahrplan für erneuerbare Energiequellen wird eine riesige Investition erfordern - die größte Investition in der Geschichte der EU - und die Kommission geht davon aus, dass 500.000 neue Stellen geschaffen werden", sagte die dänische Europaabgeordnete Britta Thomsen, die den EP-Bericht zum Fahrplan entworfen hat. "Natürlich wird diese Investition Forschung und Innovation zusammen mit dem gesamten Energiesektor ankurbeln." Der Bericht, der in der Plenarsitzung in Straßburg verabschiedet wurde, ist nicht bindend und wurde auf eigene Initiative hin erstellt. Ein neuer Legislativvorschlag der Europäischen Kommission wird für Dezember erwartet.

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