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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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Chemotherapie bei manchen jungen Brustkrebspatientinnen nicht hilfreich, besagt Studie

Aus einer Studie geht hervor, dass eine Chemotherapie bei jungen an Brustkrebs erkrankten Frauen nicht unbedingt hilfreich ist. Laut der im Onlinemagazin Breast Cancer Research veröffentlichten Forschungsarbeit ist die Verabreichung von Medikamenten zusammen mit einer Lumpek...

Aus einer Studie geht hervor, dass eine Chemotherapie bei jungen an Brustkrebs erkrankten Frauen nicht unbedingt hilfreich ist. Laut der im Onlinemagazin Breast Cancer Research veröffentlichten Forschungsarbeit ist die Verabreichung von Medikamenten zusammen mit einer Lumpektomie oder Strahlentherapie, bekannt als adjuvante Chemotherapie, bei Brustkrebspatientinnen in einem Alter unter 40 Jahren nicht unbedingt hilfreich. Dies gilt insbesondere, wenn ihre Tumore auf wechselnde Hormonspiegel wie von Östrogen reagieren, fanden die Forscher aus den Niederlanden heraus. "Die Entwicklung von Brustkrebs in einem jungen Alter ist hinsichtlich der Überlebenschancen sehr besorgniserregend", erklärt der leitende Forscher, Dr. J. van der Hage vom Medizinischen Zentrum der Universität Leiden. "Aber manche junge Frauen werden einer nicht nur unangenehmen aber auch unnötigen Chemotherapie unterzogen, die vermieden werden kann." Fast 10% der mit Brustkrebs diagnostizierten Frauen in Europa sind unter 40 Jahre alt. Zwei Drittel der Brustkrebserkrankungen, bekannt als Östrogenrezeptor postiv (ER+), weisen eine hohe Anzahl von Zellen mit Östrogenrezeptoren auf. Diese Tumoren neigen zu einem weniger aggressiven Wachstum als Östrogenrezeptor negative (ER-) Tumoren. Derzeit wird jungen Brustkrebspatientinnen empfohlen, sich einer Chemotherapie zu unterziehen, ebenso wie einer Entfernung des Tumors und/oder der ganzen Brust. Das Team von Dr. van der Hage von der Europäische Organisation für die Erforschung der Behandlung von Krebserkrankungen (EORTC) hat Patientinnen aus vier verschiedenen EORTC-Versuchen ausgewählt, um die Wirkungen von Chemotherapie auf junge Frauen zu untersuchen. Das Team fand heraus, dass die Überlebensquote bei ER-positiven Patientinnen nicht höher lag als bei ER-negativen Patientinnen, obwohl die Chemotherapie wirkte. Der Unterschied bei den Überlebensquoten zwischen den beiden Behandlungsgruppen lag lediglich bei 5% (zugunsten der ER-negativen Gruppe), was darauf schließen lässt, dass die Chemotherapie keine Vorteile bringt. Über 25% aller untersuchten Patientinnen, einschließlich derjenigen, die sich einer Primärbehandlung wie einer Brustamputation unterzogen hatten, starben sieben Jahre nach der ersten Diagnose. "Die adjuvante Chemotherapie ist eine weit verbreitete aber ineffektive Behandlung für ER-positive Krebspatientinnen in einem Alter unter 40 Jahren. Die Hormonempfindlichkeit ist der Schlüssel zur individuellen Anpassung von Therapien im zukünftigen Kampf gegen diese Krankheit für junge Frauen", schloss Dr. van der Hage.

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