Skip to main content
Weiter zur Homepage der Europäischen Kommission (öffnet in neuem Fenster)
Deutsch Deutsch
CORDIS - Forschungsergebnisse der EU
CORDIS

Article Category

Inhalt archiviert am 2023-03-02

Article available in the following languages:

Vertrag für ITER-Projekt tritt in Kraft

Der Vertrag über den Internationalen Thermonuklearen Versuchsreaktor (ITER) ist in Kraft getreten und ebnet den Weg für den Bau des Reaktors, der den Nachweis erbringen soll, dass Kernfusion, wie sie auch in der Sonne und in den Sternen abläuft, die Energiequelle der Zukunft i...

Der Vertrag über den Internationalen Thermonuklearen Versuchsreaktor (ITER) ist in Kraft getreten und ebnet den Weg für den Bau des Reaktors, der den Nachweis erbringen soll, dass Kernfusion, wie sie auch in der Sonne und in den Sternen abläuft, die Energiequelle der Zukunft ist. Der Vertrag wurde im November 2006 unterzeichnet und tritt planmäßig 30 Tage nach der letzten Ratifizierung in Kraft. Nach der EU, den USA, Indien, Südkorea, Russland und Japan setzte China als letzter von sieben Partnern seine Unterschrift unter das Dokument. Der Reaktor wird in Cadarache, Frankreich, gebaut. Am 24. Oktober erhoben die ITER-Mitarbeiter in Cadarache ihre Gläser, um ihren Kollegen aus den sechs Partnerregionen, die dem Ereignis über eine Live-Schaltung gewissermaßen beiwohnten, zuzuprosten. Beim ITER handelt es sich um das größte wissenschaftliche Gemeinschaftsprojekt der Welt, an dem mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung teilhat. Die Kosten für die Errichtung des ITER belaufen sich auf schätzungsweise 5 Milliarden Euro über zehn Jahre. In den darauffolgenden 20 Jahren werden voraussichtlich weitere 5 Milliarden Euro an Betriebskosten anfallen. "Nur selten hat eine verhältnismäßig kleine Gruppe von Menschen durch ihre Zusammenarbeit einen derart weitreichenden Einfluss auf das künftige Wohl unseres Planeten", gab der ITER-Generaldirektor Kaname Ikeda am 24. Oktober zu bedenken. "Die Völker dieser Erde haben die Notwendigkeit zur Erschließung neuer Energiequellen erkannt und mit ihrer Reaktion Verantwortungsbewusstsein und Weitsicht unter Beweis gestellt. Durch den Bau des ITER haben die beteiligten Parteien ein vollkommen neuartiges Modell der internationalen Zusammenarbeit entwickelt, und unsere Herausforderung besteht darin, zu zeigen, dass sich herausragende Talente vieler verschiedener Nationalitäten zu einer dynamischen Arbeitsgemeinschaft verbinden lassen", fügte Ikeda hinzu.

Mein Booklet 0 0