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Kommission nimmt neue Gesundheitsstrategie an

Förderung der Gesundheit in einer alternden Bevölkerung, Schutz der Bürger vor Gesundheitsgefahren und Förderung dynamischer Gesundheitssysteme und neuer Technologien sind die Ziele der neuen Gesundheitsstrategie, die die Europäische Kommission am 23. Oktober angenommen hat. ...

Förderung der Gesundheit in einer alternden Bevölkerung, Schutz der Bürger vor Gesundheitsgefahren und Förderung dynamischer Gesundheitssysteme und neuer Technologien sind die Ziele der neuen Gesundheitsstrategie, die die Europäische Kommission am 23. Oktober angenommen hat. Das Weißbuch "Gemeinsam für die Gesundheit: Ein strategischer Ansatz der EU für 2008-2013" legt einen Rahmen fest, der umfassend und kohärent auf eine Vielzahl von Herausforderungen eingeht, vor denen das Gesundheitswesen steht. "Die Europäische Union steht vor neuen Herausforderungen. Ihre Bevölkerung altert rasch, und die jüngsten Erweiterungen haben auch die gesundheitlichen Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten verstärkt", erklärte der für Gesundheit zuständige EU-Kommissar Markos Kyprianou. "Die Migration, die Freizügigkeit der im Gesundheitswesen Beschäftigten und die Mobilität der Patienten sowie die Risiken, welche von Pandemien und Bioterrorismus ausgehen, stellen weitere Herausforderungen dar. Dasselbe gilt für die Globalisierung und den Klimawandel. Es ist an der Zeit, dass die EU eine starke umfassende Gesundheitsstrategie entwickelt." Die Kommission unterstreicht die Bedeutung der Forschung für die Strategie, indem sie darauf hinweist, dass "sich die Gesundheitspolitik auf die besten wissenschaftlichen Erkenntnisse stützen muss, die auf zuverlässigen Daten und Informationen sowie einschlägiger Forschung beruhen". Die Forschung spielt eine wichtige Rolle beim Erreichen der drei zentralen Ziele der Strategie. Aufgrund unserer alternden Bevölkerung muss zum Beispiel die Weiterentwicklung der geriatrischen Medizin aktiv gefördert werden, und wir müssen unser Verständnis neurodegenerativer Erkrankungen wie z. B. der Alzheimer-Krankheit verbessern. Unterdessen erfordert der Schutz der Bürger vor neu auftretenden Gesundheitsgefahren eine Stärkung der Mechanismen zur Überwachung und Reaktion auf Gesundheitsgefahren, heißt es in der Strategie. Schließlich betrifft das dritte Ziel die Förderung dynamischer Gesundheitssysteme. "Neue Technologien haben das Potenzial, die Gesundheitsversorgung und die Gesundheitssysteme zu revolutionieren und deren künftige Nachhaltigkeit mit zu unterstützen", heißt es in der Strategie. "Gesundheitstelematik, Genomik und Biotechnologien können die Prävention von Krankheiten und die Behandlung verbessern sowie den Schwerpunkt von der stationären Versorgung auf die Prävention und Primärversorgung verlagern helfen." Die Kommission weist jedoch darauf hin, dass neue Technologien angemessen bewertet werden müssen und die entsprechenden ethischen Fragen angesprochen werden müssen. In Bezug auf die Finanzierung stellt die Kommission fest, dass die Gesundheitsforschung voraussichtlich durch ihren eigenen vorrangigen Themenbereich im Siebten Rahmenprogramm (RP7) und über die neue Gemeinsame Technologieinitiative zur Innovativen Medizin finanziert werden soll. Das Programm für Wettbewerb und Innovation (CIP) und Regionalfonds werden ebenfalls als potenzielle Ressourcen für die Forschungsfinanzierung angeführt. Die Strategie sieht für die nächsten zwei Jahre 18 konkrete vorrangige Maßnahmen sowohl für die Kommission als auch für die Mitgliedstaaten vor. Außerdem sollen während der Laufzeit der Strategie weitere Maßnahmen vorgeschlagen werden. "Anhand der neuen Strategie können wir die Mitgliedstaaten dabei zu unterstützen, auf Grundlage gemeinsamer Grundsätze und Wertvorstellungen eine Vielzahl gemeinsamer Herausforderungen anzunehmen; gleichzeitig werden wir unsere globale Verantwortung im Auge behalten", so Kommissar Kyprianou. "Letztendlich beruht der Wohlstand der Europäischen Union weitgehend auf dem Gesundheitszustand ihrer Bürger."