EU-Projekt soll Lebensqualität von Stadtbewohnern verbessern
Dank eines durch die EU finanzierten Projekts werden die Bewohner europäischer Städte bald eine verbesserte Lebensqualität und eine bessere Beziehung zu ihrer Stadt erfahren. Das Projekt "Innovative Cities for the Next Generation" (ICING, Innovative Städte für die nächste Generation) entwickelt einen auf den Bürger gerichteten Ansatz für städtische Dienstleistungen und Informationen mit dem Einsatz mobiler und internetbasierter Technologien, die die Schranken zwischen den Bürgern und ihren Städten abbauen sollen. Das Projekt führt Universitäten, Stadträte und Telekommunikationsgesellschaften in drei Städten - Dublin, Barcelona und Helsinki - zusammen, um einen Modellansatz für den wirksamen elektronischen Zugang zu Stadtverwaltung und Information zu entwickeln. Jede teilnehmende Stadt hat ein sogenanntes "Stadtlabor" als Pilotgebiet bestimmt und wird mit den Anwohnern dieser Gemeinde zusammenarbeiten, um ihre Bedürfnisse mit den Zielen der Stadträte im Hinblick auf Online-Zugang zu Dienstleistungen und Kommunikation abzustimmen. In diesen Stadtlaboren werden Sensoren und Kommunikationsnetze sowie ortsgestützte Supportsysteme eingerichtet, die Informationen der Bürger und aus der Umwelt an die Stadträte liefern werden, um die Lebensqualität in der jeweiligen Stadt zu verbessern. In Dublin, zum Beispiel, wurde das Gebiet Grangegorman ausgewählt. Der Stadtrat von Dublin, das Dubliner Technologieinstitut (Dublin Institute of Technologie - DIT) und das irische Erdbeobachtungstechnologieunternehmen E-Spatial arbeiten mit der Gemeinde zusammen, um gemeinsame Ziele im Hinblick auf die Entwicklung neuer Dienstleistungen zu entwickeln und den Zugang zu bestehenden Diensten zu erweitern. "Bei ICING geht es um das 'e-Enabling' von Gemeinschaften und darum, Stadtregierungen für die praktischen Bedürfnisse der Bürger zu sensibilisieren" erklärt Dr. John Donovan, Projektkoordinator am DIT. Dr. Donovan zufolge werden die Bürger der Zukunft über verschiedene Endgeräte aus einem Dienstleistungsmenü auswählen und ihre Kommunikation mit dem Stadtrat ihren Bedürfnissen und Interessen entsprechend anpassen können. "Auf der Grundlage des Standorts und der Interessen des jeweiligen Bürgers sollte das System so ausgelegt sein, dass es nur Informationen kommunizieren, die denjenigen betreffen und für ihn interessant sein können. Das können beispielsweise Informationen über den Zeitpunkt von Straßenbauarbeiten in der Nähe des Wohnorts sein, Zahlungsaufforderungen für Müllgebühren oder, dass ein wichtiger Planungsauftrag eingereicht wurde", sagte er. "Das System könnte auch den Verkehrsfluss erfassen, damit der Stadtrat kontinuierlich die Infrastrukturentwicklung aktualisieren und anpassen kann - Busfahrstreifen, "Park and Ride"-Plätze, Fußgängerübergänge, Einbahnstraßen, Parkbuchten und so weiter", fügte der Koordinator hinzu. Zum Projektende 2008 werden die Partner einen Fahrplan für die Umsetzung der Forschungsergebnisse in echte Dienstleistungen erstellt haben. Diese sollten den Bürgern zugutekommen und dann auf andere Städte in und außerhalb von Europa verbreitet werden. "Innovation Cities for the Next Generation" (ICING) ist ein mit fünf Millionen Euro ausgestattetes Projekt, das von der EU über das Sechste Rahmenprogramm (RP6) finanziert wird.
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