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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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Einblicke in die Wirkungen natürlicher und anthropogener Klimaschwankungen im Nordatlantik

Eine neue britisch-amerikanische Studie hat gezeigt, dass die Erwärmung des Nordatlantiks in den vergangenen 50 Jahren ungleichmäßig vorangeschritten ist: Die subpolaren Regionen wurden kälter, während die subtropischen und tropischen Gewässer wärmer wurden. Die Ergebnisse wur...

Eine neue britisch-amerikanische Studie hat gezeigt, dass die Erwärmung des Nordatlantiks in den vergangenen 50 Jahren ungleichmäßig vorangeschritten ist: Die subpolaren Regionen wurden kälter, während die subtropischen und tropischen Gewässer wärmer wurden. Die Ergebnisse wurden in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Science veröffentlicht. Den Forschern zufolge ist dieses ungleichmäßige Muster der Temperaturveränderung auf die Nordatlantische Oszillation (NAO) zurückzuführen. Die NAO ist ein natürliches und zyklisch auftretendes Windzirkulationsmuster, das von Unterschieden in den atmosphärischen Druckverhältnissen über den Azoren und Island hervorgerufen wird. "Die Winde haben enorme Auswirkungen auf die darunter liegenden Gewässer", erklärte Susan Lozier von der Duke University in den USA. Die Wissenschaftler werteten Meerestemperaturdaten aus fünf Jahrzehnten sowie komplexe Computermodelle aus, um die Auswirkungen der Winde, der Verdunstung und der Niederschläge auf das Meer zu erforschen. Ihre Untersuchungen zeigten, dass das Wasser in den subpolaren Gewässern, das heißt zwischen 45 Grad nördlicher Breite und dem Polarkreis, abkühlt, wenn das Wasser Wärme an die Luft direkt über ihm abgibt. Weiter im Süden dagegen türmen sich die sonnengewärmten Gewässer des südlichen Nordatlantiks - südlich des 45. Breitengrades - durch die von der NOA angetriebenen Winde auf. Dadurch wird die Wärme an der Oberfläche beibehalten und das kühlere Wasser weiter nach unten gedrückt. Die Studie zeigt, wie schwierig es ist, zwischen natürlichen und anthropogenen Klimaschwankungen zu unterscheiden. Die Wissenschaftler weisen aber darauf hin, dass in diesem Fall zwar anscheinend natürliche Zyklen die Temperaturunterschiede verursachen, dass diese natürlichen Unterschiede jedoch so stark sind, dass sie durchaus subtilere Veränderungen aufgrund des anthropogenen Klimawandels überdecken könnten. "Wir lernen daraus, dass die NAO starke natürliche Variabilität erzeugt", erklärte Professor Lozier. "Das simplistische Bild der globalen Erwärmung geht davon aus, dass sich in Zukunft alles gleichmäßig erwärmt. Aber diese starke natürliche Variabilität legt sich über die vom Menschen verursachte Erwärmung. Das heißt, die Forscher müssen die natürliche Variabilität identifizieren, um die Erwärmung zu erkennen, für die der Mensch verantwortlich ist." Noch schwieriger wird es, wenn man Studien betrachtet, denen zufolge die NAO selbst eine Konsequenz der anthropogenen Klimaerwärmung ist - obgleich andere Forschungsarbeiten diese Theorie in Zweifel ziehen. "Die Temperaturen des Nordatlantiks müssen weiter beobachtet werden. Nur so können wir die Frage beantworten, ob die durchschnittliche Erwärmung anthropogen und/oder eine natürliche Schwankung ist", schlussfolgern die Forscher.

Länder

Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten

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