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Europäisches Forschungsprojekt wird Internet-Fernsehen der nächsten Generation prägen

Ein europäisches Konsortium aus 21 Partnern, von Rundfunk- und Fernsehanstalten bis hin zu Forschungsinstituten, wurde mit EU-Fördergeldern in Höhe von 19 Millionen Euro bezuschusst, um neue Arten des Internet-Fernsehens zu erforschen. Das Projekt P2P-Next wird in den kommen...

Ein europäisches Konsortium aus 21 Partnern, von Rundfunk- und Fernsehanstalten bis hin zu Forschungsinstituten, wurde mit EU-Fördergeldern in Höhe von 19 Millionen Euro bezuschusst, um neue Arten des Internet-Fernsehens zu erforschen. Das Projekt P2P-Next wird in den kommenden 4 Jahren Peer-to-Peer-Anwendungen (P2P) untersuchen mit dem Ziel, ein Verteilersystem für Internet-Fernsehen "der nächsten Generation" zu entwickeln, das auf P2P und sozialer Interaktion basiert. Die Peer-to-Peer-Technologie (Rechner-Rechner-Verbindung) ist eine Alternative zur herkömmlichen Client-Server-Architektur von Computernetzwerken. Unter Nutzung der vorhandenen Breitbandnetzwerke ist jeder beteiligte Computer ein sogenannter "Peer", das heißt, er fungiert gleichzeitig als Client und als Server in der jeweiligen Anwendung. Ein P2P-Netzwerk ermöglicht das Filesharing von Dateien mit multimedialen Inhalten oder Streams mit Audio-, Video- oder Dateninhalten. "Wir bauen ein neues, Plattform-übergreifendes, auf Free/Open-Source-Software basierendes, legales Peer-to-Peer-System auf", sagte George Wright, Produktionsleiter der BBC-Abteilung für zukünftige Medien & Technologie. Basierend auf Tribler, einer von der Technologischen Universität Delft entwickelten Core-Technologie, "verfügen wir nun in den nächsten vier Jahren über Fördergelder, um Tribler in einer Reihe von Punkten zu verbessern. Dazu zählen P2P-Streaming, eine verbesserte Benutzerschnittstelle sowie integrierte Empfehlungen für Freunde (friends) bzw. Präferenzen (taste) und vieles andere mehr", fügte er in seinem Blog hinzu. Die Technologie könnte potenziell in VOD-Diensten (Video-on-Demand) Anwendung finden, und demnächst ist geplant, die Eignung des Systems für größere Internetübertragungen auf einer großen Anzahl von Verbrauchergeräten zu testen. Außerdem verfolgt das Projekt in einem offenen Ansatz die gemeinsame Nutzung von Anwendungen und will die komplette Core-Softwaretechnologie als Open-Source frei zur Verfügung stellen, in der Hoffnung, damit neue Geschäftsmodelle anzukurbeln. Darüber hinaus beschäftigt sich P2P-Next mit einer Reihe offener Fragen hinsichtlich der Verbreitung von multimedialen Inhalten übers Internet und beleuchtet technische, rechtliche, behördliche, sicherheitsrelevante sowie betriebswirtschaftliche und kommerzielle Aspekte. Zu den Projektpartnern gehören die BBC (British Broadcasting Corporation), die Technologische Universität Delft, die Europäische Rundfunkunion, die Universität Lancaster, Markenfilm, Pioneer Digital Design Centre Ltd. und das VTT Technical Research Centre of Finland.