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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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Projekt bekämpft verheerende Steinobstkrankheit

Die Bedrohungen für Erträge und Obstqualität bei Steinobstarten, zu denen auch Pflaumen und Pfirsiche gehören, verstärken sich, sobald die Sharkakrankheit auftritt. Auch bekannt als Plum-Pox-Virus (PPV) stellt Sharka ein weltweites Problem dar, zu dem es keine chemische oder b...

Die Bedrohungen für Erträge und Obstqualität bei Steinobstarten, zu denen auch Pflaumen und Pfirsiche gehören, verstärken sich, sobald die Sharkakrankheit auftritt. Auch bekannt als Plum-Pox-Virus (PPV) stellt Sharka ein weltweites Problem dar, zu dem es keine chemische oder biologische Heilbehandlung gibt. Jetzt will das mit drei Millionen Euro von der EU geförderte Projekt "Sharka Containment European" (SharCo) diese Krankheit frontal angehen. Koordiniert vom französischen Nationalen Institut für Agrarforschung (INRA) wird das Projekt vier Jahre lang dauern und ein Gruppe führender Experten aus zwölf europäischen und nordamerikanischen Ländern zusammenführen. "Diese Allianz von Forschern auf internationaler Ebene wird es uns ermöglichen, beim Verständnis dieser Krankheit wesentliche Fortschritte zu erzielen, und uns bei der Entwicklung einer einheitlichen Strategie unterstützen, die in allen Ländern eingesetzt werden kann", erklärte François Houllier, wissenschaftlicher Direktor für Pflanzen und Pflanzenprodukte des INRA. Sharka kann zu einem ernsthaften wirtschaftlichen Schaden führen. Wenn die Pflanze befallen ist, bilden sich chlorotische Ringe um die Früchte und Blätter, sie verlieren ihre Form oder fallen zu früh von den Bäumen ab. Das befallene Obst verliert auch seinen Zuckeranteil und kann nicht verkauft werden. Derzeitige Maßnahmen gegen diese Krankheit umfassen die Überwachung von Obstgärten und Baumschulen mithilfe von sauberen oder geprüften Geräten. Das SharCo-Team wird integrierte Bekämpfungsstrategien entwickeln, um die Ausbreitung von Sharka zu verhindern. Dazu gehört die Entwicklung von Systemen zur Ermittlung, Bewertung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen, wenn unbekannte Stämme in Europa auftreten. Die Projektpartner werden auch die Entwicklung resistenter Sorten untersuchen. Das Projekt wird die gesamte Produktionskette betreffen, von den Keimlingen und Ablegern bis zur Bewirtschaftung von Obstgärten. SharCo wird seine Aktivitäten auch auf die Umsetzung dieser Systeme konzentrieren. Aus epidemiologischer Perspektive wird SharCo die Faktoren identifizieren, die zur Ausbreitung des Sharka-Virus führen, ebenso wie die Diversifizierung und die Entwicklung neuer wirksamer Detektionssysteme, die vor Sharka-Ausbrüchen warnen. Aus genetischer Sicht werden molekulare Marker für die Umsetzung markergestützter Selektion PPV-resistenter Obstsorten verfügbar gemacht. Das SharCo-Team wird außerdem innovative biotechnologische Ansätze zur Ausweitung der PPV-Resistenz in verschiedenen Obstbaumarten evaluieren. Ziel des Projekts ist es, Sharka-Risikomanagementsysteme in Europa zu schaffen, um unter Mitwirkung der Obst- und Pflanzenschutznetze der einzelnen Mitgliedstaaten bestehende Strategien zu verstärken. Die im Rahmen des Projekts entwickelten Strategien werden unter allen betroffenen Interessengruppen verbreitet, dazu gehören Züchter, Baumschulen, Obstproduzenten und Pflanzenschutzunternehmen.

Länder

Frankreich

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