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Alzheimer, Forscherlaufbahnen und Nanotechnologien auf der Tagesordnung des Rates "Wettbewerbsfähigkeit"

Am 25. und 26. September haben die europäischen Forschungsminister auf der Tagung des Rates "Wettbewerbsfähigkeit" Schlussfolgerungen zu Alzheimer, zur Europäischen Partnerschaft für Forscher und zu verantwortungsbewusster Forschung im Bereich Nanotechnologie angenommen. Dem...

Am 25. und 26. September haben die europäischen Forschungsminister auf der Tagung des Rates "Wettbewerbsfähigkeit" Schlussfolgerungen zu Alzheimer, zur Europäischen Partnerschaft für Forscher und zu verantwortungsbewusster Forschung im Bereich Nanotechnologie angenommen. Dem Thema der neurodegenerativen Erkrankungen, insbesondere der Alzheimer-Krankheit, wurde unter der französischen EU-Ratspräsidentschaft eine hohe Priorität eingeräumt. Auf der Tagung des Rates unterzeichneten die Minister eine Verpflichtungserklärung zur Bekämpfung dieser Erkrankungen, die aller Wahrscheinlichkeit nach mit zunehmender Bevölkerungsalterung gehäufter auftreten werden. In den Schlussfolgerungen empfehlen die Minister, eine europäische Initiative auf den Weg zu bringen, für die sämtliche Interessenvertreter wie Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission zusammengebracht werden. Ziel dabei ist, die Anzahl der Alzheimer-Forscher zu erhöhen und mehr Fachkräfte auszubilden, um die Folgen von neurodegenerativen Erkrankungen mindern zu können. Die Minister legen nahe, dass diese Initiative "ein gutes Beispiel für das Erproben innovativer Möglichkeiten sein könnte, womit nationale Fachkompetenz und Ressourcen auf freiwilliger Basis und als Bestandteil gemeinsamer europaweiter Ziele gebündelt werden." Mit diesem Ziel lädt der Rat die Mitgliedstaaten ein, ein Forum zu gründen, in dem die führenden Akteure der europäischen Alzheimer-Forschung vereint werden, sowie Möglichkeiten zu prüfen, die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten zu verbessern, etwa durch die Inanspruchnahme von Maßnahmen unter dem Siebten Rahmenprogramm (RP7). Ein weiterer Tagesordnungspunkt für die Minister war die Europäische Partnerschaft für Forscher, mit deren Hilfe eine berufliche Laufbahn als Forscher attraktiver und die Mobilität der europäischen Forscher verstärkt werden soll. In den Schlussfolgerungen wird hervorgehoben, wie wichtig es ist, den Bedürfnissen der mobilen Forscher im Hinblick auf ihre soziale Sicherheit und Rente gerecht zu werden, die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen der Forscher zu verbessern sowie mehr Weiterbildungs- und Qualifikationsmaßnahmen für diese Gruppe anzubieten. Mitgliedstaaten werden zudem aufgefordert, die Richtlinie für das "Forschervisum" zu erfüllen und die Umsetzung der Europäischen Charta für Forscher und des Verhaltenskodexes für die Einstellung von Forschern voranzubringen. Den Schlussfolgerungen des Rates entsprechend sollten die Mitgliedstaaten spätestens bis Ende 2009 eine Zwischenbilanz zu ihren Maßnahmen in diesem Bereich vorlegen, die Europäische Kommission hingegen eine Bewertung des Gesamtfortschritts vornehmen und die Ergebnisse 2010 vorlegen. Indessen hat die französische Forschungsministerin Valérie Pécresse ihre Kollegen in Portugal und Luxemburg, José Mariano Gago und François Biltgen, damit beauftragt, sich mit der Definition eines europäischen Status für Forscher auseinanderzusetzen. Die beiden werden hierzu auf dem kommenden Rat "Wettbewerbsfähigkeit" Bericht erstatten. Die Minister haben weiterhin Schlussfolgerungen zu verantwortungsbewusster Forschung in den Bereichen Nanowissenschaften und Nanotechnologien angenommen. Unter anderem wird auf diese Weise die Erforschung der potenziellen Gefahren angeregt, die Nanopartikel auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt haben könnten. Darüber hinaus wird die Anwendung der Ergebnisse dieser Forschungsarbeiten zur Entwicklung von Methoden gefördert, mit denen potenziell schädliche Nanopartikel aufgespürt werden können. Die Kommission hat beispielsweise die Aufgabe gestellt, die weltweiten Entwicklungen in diesem Bereich zu überwachen und die Wettbewerbsfähigkeit Europas in dieser Hinsicht voranzubringen, aber auch, die öffentliche Diskussion zu Nanotechnologien anzuregen. An anderer Stelle haben die Minister den Plan der Kommission besprochen, die gemeinsame Programmgestaltung dieser Forschungsaktivitäten zu unterstützen. Weiterhin stellte die Kommission ihre Pläne zur Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen für internationale Forschungsinfrastrukturen vor, außerdem die Europäische Meeresforschungsstrategie, die Strategie für eine internationale Forschungszusammenarbeit sowie ihre Pläne zur Beurteilung des Europäischen Forschungsrates (ERC) durch unabhängige Experten.

Länder

Frankreich

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