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Prosperity through innovation and promotion of Sustainable Urban Mobility Plans

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Ein dringend nötiger Anstoß für nachhaltige Mobilität in EU-Städten

Dank eines umfangreichen Programms zur Sensibilisierung, Verbreitung, Schulung und zum Wissensaustausch in Form von Plänen für nachhaltige städtische Mobilität (Sustainable Urban Mobility Plan, SUMP) können Städte aus 13 EU-Ländern und Regionen nun verlorene Zeit aufholen. All jene Länder arbeiten gegenwärtig an einem speziellen nationalen Programm oder haben es bereits getan.

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Wir alle, Bürgerinnen und Bürger sowie öffentliche Verwaltungen gleichermaßen, verfolgen dieselben Ziele für unsere Städte: weniger Umweltbelastung, weniger Verkehrsstaus und intelligentere Mobilitätslösungen. Aber obwohl die Erfüllung dieser Anforderungen letztlich auf wirkungsvolle Pläne für nachhaltige städtische Mobilität hinausläuft, müssen in den meisten europäischen Städten diese Pläne erst noch umgesetzt werden. Das Projekt Prosperity wollte dieses Problem mit der Einrichtung nationaler SUMP-Taskforces in den Griff bekommen. Innerhalb von drei Jahren wurden diese Plattformen zu einem Ort, an dem die Bedürfnisse und Anforderungen der Städte und insbesondere die Planung und Umsetzung nationaler SUMP-Förderprogramme, zugeschnitten auf diese Anforderungen in den teilnehmenden Städten, diskutiert wurden. „Die Idee bestand darin, auf allen politischen Ebenen einen kulturellen Wandel in der Verkehrsplanung herbeizuführen“, sagt Robert Pressl, Projektkoordinator im Auftrag der österreichischen Forschungsgesellschaft Mobilität FGM-AMOR. „Wir haben uns jedoch ganz besonders darauf konzentriert, neue Aktivitäten für nationale Regierungen zu entwickeln, um eine nachhaltige Planung der städtischen Mobilität zu fördern. Überdies haben wir Städte und nationale Agenturen in jedem Land zusammengebracht, um mithilfe des Erfahrungsaustauschs auf nationaler Ebene und von Schulungsveranstaltungen ein gegenseitiges Verständnis des Plans für nachhaltige städtische Mobilität und Kapazitäten aufzubauen.“ Das Projekt umfasste insgesamt 13 Länder, bei denen noch keine SUMP-Konzepte eingeführt worden waren bzw. weiterentwickelt werden mussten, und leistete erfolgreich Hilfe bei der Vorbereitung eines passenden nationalen Programms. Außerdem führte das Team eine umfassende Palette an Schulungsveranstaltungen für die Vertreter der Städte durch, insbesondere für Führungskräfte im Bereich Stadt und Bau, Haushaltsverantwortliche, technisches Personal und politisch Verantwortliche. Insgesamt konnten über 300 Verantwortliche aus dem Stadtbereich von diesen Schulungen profitieren. Dem direkten Ansatz folgen Um erfolgreich zu agieren, ging das Projektkonsortium einem direkten Ansatz nach: Es ermittelte die „Champions“ unter den SUMP-Städten und erwählte deren Entwicklungsleiter dazu, in anderen, weniger fortgeschrittenen Städten Schulungen abzuhalten. „Dadurch gehen wir sicher, dass die in den Schulungs- und Sensibilisierungsmaterialien enthaltenen Informationen und Inhalte auf den Erfahrungen realer Städte beruhen. Diese Botschaften kommen bei den anderen Städten am besten an, da sie echte Beweise liefern“, betont Pressl. Für diejenigen, die keine Gelegenheit hatten, an diesen Schulungsveranstaltungen teilzunehmen, stellte das Projekt Schulungsmaterialien zur Verfügung und erstellte außerdem „Innovationsbriefe“, in denen innovative Ansätze und Ideen für die Planung und Umsetzung der nachhaltigen städtischen Mobilität beschrieben wurden. Seit dem Projektbeginn 2016 dienten die Partnerstädte als Testumgebungen und Vorbilder. Im Rahmen des Projekts wurden ganz bewusst sehr unterschiedliche Städte in Hinsicht auf Größe und Bevölkerung ausgewählt, um verschiedene Ideen zu erproben. Gegenwärtig entwickeln die Interessengruppen in Lissabon zum Beispiel eine digitale Plattform, auf der Maßnahmen und Ziele sowie Überwachungs- und Bewertungsverfahren im Detail beschrieben werden. In Fagaras wurden Maßnahmen zur städtischen Mobilität ausgewählt, um sich den Bedürfnissen und Zielstellungen im Bereich der städtischen Entwicklung und der Energieeffizienz anzunähern, indem der Plan für nachhaltige städtische Mobilität mit den Flächennutzungsplänen und der Strategie zur Steigerung der Energieeffizienz harmonisiert wird. Beispielsweise führte die Stadt in Wohngebieten mit hoher Bevölkerungsdichte kostenpflichtiges Parken auf öffentlichen Straßen ein. Pläne für nachhaltige städtische Mobilität am Leben erhalten Pressl hofft, dass die Verfügbarkeit nationaler und regionaler SUMP-Förderprogramme dazu beitragen wird, die Pläne für nachhaltige städtische Mobilität in den teilnehmenden Ländern auf eine höhere politische Ebene zu bringen. Das Konsortium bereitet sich darauf vor, die SUMP-Taskforces über die Projektlaufzeit hinaus zu erhalten, während alle nationalen SUMP-Netzwerke funktionieren und in ihren eigenen Ländern stark an Kontur gewonnen haben. Das slowenische SUMP-Netzwerk hat beispielsweise derzeit 210 aktive Mitglieder, darunter nationale Institutionen, Gebietsvertretungen, Gemeinden, NRO, öffentliche Verkehrsbetriebe, Nachrichtenmedien und Verkehrsfachleute.

Schlüsselbegriffe

Prosperity, SUMP, Plan für nachhaltige städtische Mobilität, Nachhaltigkeit, urbane Mobilität

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